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Jugendheim St. Josef gehört jetzt der Stadt

Stadt Ahaus hat das Josef-Cardijn-Haus gekauft

Ahaus. Das Jugendheim der katholischen Kirchengemeinde an der Fuistingstraße – das Josef-Cardijn-Haus – wechselt den Besitzer. Für die Nutzer wird sich einiges ändern.

Stadt Ahaus hat das Josef-Cardijn-Haus gekauft

Die Schlüsselgewalt übers Josef-Cardijn-Haus hat jetzt die Stadt Ahaus. Bürgermeisterin Karola Voß (M.) verkündete am Donnerstag gemeinsam mit Pfarrer Heinrich Plaßmann (2.v.l.), dass die Stadt das kirchliche Gebäude kauft. Am Pressetermin nahmen ebenfalls teil (v.l.): Norbert Rose (Stadtverwaltung), Beigeordneter Werner Leuker, Franz Schulze Ameling (Kirchenvorstand), Beigeordneter Georg Beckmann und Heinz Gewering von der Zentralrendantur Ahaus-Vreden. Foto: Stadt Ahaus

Die Stadt Ahaus kauft das Josef-Cardijn-Haus an der Fuistingstraße von der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt. Der Stadtrat votierte am Mittwochabend in nicht-öffentlicher Sitzung für den Erwerb. Zur Höhe des Kaufpreises äußerten sich Vertreter der Stadt und der Kirchengemeinde am Donnerstag bei einem Pressegespräch nicht.

Mehrmonatige Verhandlungen

Im Juni vergangenen Jahres hatte die Kirchengemeinde bekannt gegeben, das Jugendheim mitsamt dem 3850 Quadratmeter großen Grundstück an die Stadt verkaufen zu wollen (Münsterland Zeitung berichtete). Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Monate hin. Es seien „ehrliche und offene Gespräche“ geführt worden“, berichtete Beigeordneter Werner Leuker. „Jetzt sind sie abgeschlossen“, ergänzte Bürgermeisterin Karola Voß. In Kürze soll der Kaufvertrag unterzeichnet werden. „Für uns ist das heute der Tag Null“, sagte Werner Leuker. „Wir können anfangen, für das Alexander-Hegius-Gymnasium in die Planung einzusteigen.“ Als Schuldezernent freue er sich, „jetzt Möglichkeiten zu haben, von denen wir Anfang des Jahres nicht mal zu träumen wagten.“

Stadt Ahaus hat das Josef-Cardijn-Haus gekauft

Das Josef-Cardijn-Haus Foto: FOTO: Christian Boedding

Der Ankauf des Hauses, gelegen zwischen dem Gymnasium und der Kirche St. Josef, bietet der Schule Entwicklungsmöglichkeiten. Neben der Vergrößerung des Schulhofes können mit dem Erwerb des Josef-Cardijn-Hauses auch die bestehenden Raumprobleme gelöst werden. Die Stadt will die künftig zur Verfügung stehenden Räume insbesondere für die Verpflegung der Schüler im Ganztagsbetrieb nutzen. Daran nehmen im aktuellen Schuljahr durchschnittlich 250 Schüler teil. Die Stadt geht davon aus, dass die Zahl mit dem wachsenden Ganztagsbetrieb weiter steigt.

Die Kirchengemeinde plant, für die bisherigen Nutzergruppen des Josef-Cardijn-Hauses neue Räume bereitzustellen. In der Zwischenzeit behält sie ein auf zwei Jahre befristetes Nutzungsrecht an Räumen im Gebäude. Auch die Ferienspiele in den Sommerferien können zunächst noch im Josef-Cardijn-Haus und auf der Außenfläche stattfinden. Pfarrer Heinrich Plaßmann: „Der linke Teil des Gebäudes kann von den Gruppen mitgenutzt werden, der Saal ebenso.“ Belegungspläne seien aber noch nicht erstellt.

Am Dienstag, 20. März, will die katholische Kirchengemeinde gemeinsam mit der Stadt die Nutzergruppen informieren und mit ihnen über die Zukunft sprechen. Pfarrer Plaßmann: „Unter der Fragestellung, wie es im Haus weiter geht. Wir sind ja nicht mehr Eigentümer.“ Beginn des Treffens im Josef-Cardijn-Haus ist um 19.30 Uhr. Der Verkauf des Hauses ist Teil des kirchlichen Gebäudemanagements. Als Kompensation für den Verlust sollen in einem Teil der St.-Josef-Kirche Versammlungsräume eingebaut werden. Vom Bistum gab es grünes Licht, den Verkaufserlös in den Umbau zu stecken. Pfarrer Plaßmann: „Es mag schwierig sein, sich von dem Neuen ein Bild zu machen, weil es noch nicht da ist.“ Aber es sei ein Trost, dass das Josef-Cardijn-Haus weiter jungen Menschen zur Verfügung stehe.

Pfarrer Plaßmann will Standort erhalten

Die Kirchengemeinde habe sich die Entscheidung, das Haus zu verkaufen, nicht leicht gemacht, erklärte Franz Schulze Ameling vom Kirchenvorstand. Doch mit Blick in die Zukunft gelte, die Josefkirche zu erhalten. Daran ist auch Pfarrer Plaßmann gelegen. „Wir wollen den Standort St. Josef mit der Kirche und Versammlungsräumen langfristig sichern.“

Wann die Stadt ihre Pläne zur Umgestaltung des Hauses vorstellt, vermochte Beigeordneter Georg Beckmann noch nicht zu sagen. „Wir planen in Abstimmung mit der Kirchengemeinde und dem Gymnasium. Wir werden nichts übers Knie brechen.“

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