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Zisternen für Tansania

Student aus Ahaus leitet Baustelle in Afrika

AHAUS Der Bauplan ist gezeichnet. Fachlich ist alles klar. Und dennoch wird der Bau zweier Regenwasserzisternen für den angehenden Bauingenieur Martin Lenting aus Ahaus ein Abenteuer: Die Baustelle liegt schließlich in Tansania.

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Die Wohnheim-Baustelle in Mtwara im Süden Tansanias.

Martin Lenting zeigt den Plan für die Zisternen.

Mitte Juli wird der 23-Jährige nach Mtwara im Süden des ostafrikanischen Landes aufbrechen. Sechs Wochen lang wird er dort ehrenamtlich die Bauaufsicht bei der Errichtung der unterirdischen Zisternen führen. Sie sollen vier neue Wohnheime für 200 Studentinnen mit hygienisch einwandfreiem Wasser versorgen. „In der Küstenstadt Mtwara gibt es keine gesicherte Wasserversorgung. Oft genug fließt in den Haushalten überhaupt kein Wasser. Im tropischen Klima kann mangelnde sanitäre Versorgung schlimme gesundheitliche Folgen haben“, erklärt der Student, der seit sechs Semestern in Münster studiert. Die beiden Zisternen, die zusammen rund 100 Kubikmeter Wasser fassen, werden mit gefiltertem Regenwasser von den Wohnheimdächern gefüllt, in der Trockenzeit auch mit dem Wasser aus der kommunalen Versorgung. Lenting: „Auf diese Weise gibt es immer einen Puffer, der die Wasserversorgung in den Wohnheimen sichert.“

Wie kommt ein junger Mann aus dem Münsterland dazu, in Mtwara zu helfen? „Ich habe vor einem Jahr im Studium den Verein ,Ingenieure ohne Grenzen‘ kennengelernt. Dessen Ziel ist es, bedürftige Menschen in Entwicklungsländern durch ingenieurtechnische Hilfeleistungen nachhaltig zu unterstützen.“ „Helfen“ war für Martin Lenting ohnehin nie ein Fremdwort. Schon seit seinem elften Geburtstag ist er im Technischen Hilfswerk in Ahaus aktiv. Sorgen macht er sich vor seinem Afrika-Einsatz nicht. „Tansania ist ein friedliches Land, und wir sind bei den Benediktinerschwestern, die die Wohnheime errichten, gut untergebracht.“ Aufgeregt ist der 23-jährige, der vor seinem Studium eine Tischlerlehre absolvierte, aber doch: „Dort wird alles anders sein, das ist ja eine komplett andere Kultur.“ Aber gerade darauf freut er sich. Denn eines möchte er nicht: „Ich will nicht den Ingenieur raushängen lassen, der alles besser weiß, etwas baut und dann nie wieder kommt. Ich will helfen, die Bauqualität zu sichern. Ich will aber auch Eindrücke sammeln, die Kultur kennenlernen und Möglichkeiten für Folgeprojekte ausloten – und gerne auch wieder kommen. › Die Kosten für das Zisternenprojekt belaufen sich auf rund 20 000 Euro. › Das bisherige Spendenaufkommen deckt die Kosten noch nicht komplett ab. › Weitere Infos bei Martin Lenting, Tel. (0160) 6 36 59 03, E-Mail

 

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