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Neue Disko

Tanzfläche liegt noch unter Schutt

AHAUS Seit einigen Tagen rumort es im K+K-Center. Im ersten Stock an der Bahnhofsstraße sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Aus der jahrzehntelang leer stehenden Etage will das Softawareunternehmen Tobit wieder eine Disko machen. Zeitrahmen: dreieinhalb Monate.

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Schutt türmt sich im 2200 Quadratmeter großen ersten Stock des K+K-Centers. Seit Anfang der Woche baut das Software-Unternehmen Tobit die seit Jahrzehnten leer stehende Etage zur Disko um. Ende September soll eröffnet werden.

Die Kühltechnik für die ehemalige Eishalle steht immer noch in der leeren Etage. Auch sie muss noch abgerissen werden. Sie ist die letzte Spur aus den 1980er-Jahren.

Am Montag haben dort die Vorbereitungen für den Umbau angefangen. "Und dafür sieht es doch schon ganz gut aus, oder?", fragt Andreas Rudolphi, Projektleiter beim Ahauser Softwareunternehmen Tobit.

Estrich wird herausgestemmt

Das sagt er am Donnerstagmorgen, während er über Schutthaufen in der zukünftigen Disko steigt. Gerade wird der alte Boden samt Estrich herausgestemmt. Weiter hinten wird gerade die alte Lüftungstechnik abgerissen. Auch die Kühlmaschinen der ehemaligen Eishalle stehen dort noch. Ein Hubwagen poltert über den unebenen Boden. Irgendwo knallt ein alter Lüftungstunnel auf den Beton. "Die Kassierer von K+K unter uns haben schon Angst, dass wir durch die Decke brechen", sagt Rudolphi. Da könne aber nichts passieren.

Neuer Schallschutz kommt

Es wird noch eine Menge Krach geben: "Hier hat sich seit weit über 20 Jahren nichts mehr bewegt", sagt Rudolphi. Außer den Außenwänden und den Stützpfeilern wird in der ersten Etage nicht viel stehen bleiben: Wenn der alte Boden abtransportiert und der neue Estrich gelegt ist, soll der neue Schallschutz eingebaut werden. Eine 60 Zentimeter dicke Wand soll zusätzlich an allen Außenmauern angebracht werden. "Wir bauen einen Schallkäfig, damit kein Ton nach außen dringen kann", sagt Rudolphi. Die Autos auf der Bahnhofsstraße sollen einmal lauter sein als der Diskolärm. Schließlich wolle man keinen Ärger mit den Nachbarn riskieren.

Die nächste Großbaustelle wird die neue Lüftungsanlage: "In den 1980er-Jahren gab es da noch nicht so strenge Vorschriften", sagt der Projektleiter. Inzwischen müsse pro Stunde zehn Mal so viel Luft ausgetauscht werden, wie sich in der Disko befindet. "Das ist mit den verbauten Leitungen nicht möglich."

Über eine Rampe zum Ziel

Auch im Tunnel - dem zukünftigen Haupteingang an der Van-Delden-Straße - wird gearbeitet. Die Diskogänger sollen in Zukunft über die Rolltreppenrampen an der Seite des Gebäudes in den ersten Stock laufen. "Das wird ein irrer Effekt", freut sich Rudolphi. Der Tunnel wird durch neue Innenwände optisch noch verlängert.

Wie die Disko letzten Endes aussehen wird, kann und will Rudolphi an diesem Morgen noch nicht sagen. "Das steht ja auch noch gar nicht endgültig fest", sagt er. Nur so viel: Es soll einmal vier unterschiedliche Tanzflächen in einzelnen Räumen geben. Außerdem sind eine Cocktailbar, eine Lounge und ein Imbiss geplant.

Unterschiedlich große Bereiche

Die unterschiedlich großen Bereiche sollen abends nach und nach geöffnet werden - je nach Zahl der Besucher. "Es gibt doch nichts Schlimmeres, als eine leere oder nur halb volle Disko", sagt Rudolphi, während er sich über den Bauplan der Disko beugt. Und noch etwas verrät er: Kein Bereich wird so aussehen wie der andere.

Der Zeitrahmen für den Umbau ist eng gesteckt. Ende September soll alles fertig sein. "Das schaffen wir", sagt er zuversichtlich. "Im Zweifel in Nachtschichten." Was Zahlen angeht, hält sich das Ahauser Unternehmen bedeckt. Tobit-Chef Tobias Groten taxiert die Investitionssumme nur vage als siebenstelligen Betrag.

 

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