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Vor der Fusion

Umbrüche in der Seelsorge

OTTENSTEIN/ALSTÄTTE Noch stehen selbst gebastelte Namensschilder auf den Tischen. Aber beim zweiten Treffen des Fusionsausschusses diskutierten die Mitglieder schon in gemischter Runde. Die ersten Schritte zur Annäherung sind längst getan – im Oktober 2011 wurde das Seelsorgeteam der zukünftigen Pfarreiengemeinschaft komplettiert.

Umbrüche in der Seelsorge

Reiner Rosenberg (l.) und Ursel Schwanekamp (5. v. l.) von der Fachstelle »Gemeindeberatung« haben mit dem Fusionsausschuss um Pfarrer Matthias Wiemeler (3. v. r.) einen »Schlachtplan« für die kommenden zwölf Monate ausgearbeitet.

Im Ottensteiner Pfarrheim ging es jetzt um die Planung des kommenden Jahres. Die Zusammenlegung von zwei ehemals eigenständigen Pfarreien ist für alle Beteiligten eine große Aufgabe. Aber, davon sind alle überzeugt, nicht unmöglich. Zwei Referenten vom bischöflichen Generalvikariat in Münster stehen dem Gremium beratend zur Seite. Die Münsteranerin Ursel Schwanekamp und Reiner Rosenberg aus Kleve leiteten die Sitzung. In den vergangenen zwei Jahren hatte es in beiden Orten tiefe Umbrüche in der Seelsorge gegeben. „Irgendwann ist mal der Punkt erreicht, wo man einen Schnitt machen muss, um wieder vernünftig arbeiten zu können“, erklärte Jens Potreck, der Alstätter Pfarrgemeinderatsvorsitzender.

Dieser Zeitpunkt ist nun anscheinend gekommen. Pfarrverwalter Matthias Wiemeler kündigte an, dass die Kirchenvorstandswahlen 2012 ausgesetzt werden. Dafür habe Münster vor kurzem grünes Licht gegeben. Stattdessen betreut ein Verwaltungsausschuss vom Tag der Fusion an, dem 20. Mai 2013, bis 2015 die Belange der Gemeinden. Ihm werden je sechs Kirchenvorstandsmitglieder aus beiden Dörfern vorstehen. In Sachen Namensgebung der neu fusionierten Pfarrgemeinde allerdings herrscht noch Uneinigkeit. Den Namen legt letztendlich Bischof Felix Genn fest. Doch haben beide Pfarreien das Recht, Namensvorschläge zu machen, die bei der Auswahl berücksichtigt werden. Auch die Abstimmung der gemeinsamen Katechese stellt ein Problem da. „Ich sehe es als sehr wichtig an, dass da an einem Strang gezogen wird“, erklärte Franz-Josef Gerwing, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats St. Georg. Einen Pastoralreferenten, der die Angleichung der Katechesen unterstütze, werde es definitiv nicht geben, erklärte Pfarrer Wiemeler. 

Am 14. und 15. Dezember ziehen sich Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände von St. Georg und St. Mariä Himmelfahrt zu einer Klausurtagung ins Gertrudenstift im Kloster Bentlage zurück. Die Inhalte der Tagung müssen noch abgestimmt werden, aber: „Das wird keine Butterfahrt, sondern da wird gearbeitet“, so Wiemeler.

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