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Musikvereinigung Wessum-Wüllen

Umjubelte Auftritte in Tirol

AHAUS Sie spielten drei Tage lang im Herzen der Blasmusik, und sie machten ihre Sache richtig gut: Zwei Musikvereine aus Ahaus, zusammengeschmiedet zur "Musikvereinigung Wessum-Wüllen", haben Deutschland beim internationalen Blasmusikfestival in Ellmau/Österreich glänzend vertreten und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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Die Musikvereine aus Wessum und Wüllen haben am Wochenende als „Musikvereinigung Wessum-Wüllen“ Deutschland beim Internationalen Blasmusikfestival in Ellmau/Österreich vertreten.

Im Herzen der Blasmusik spielten die Wessumer und Wüllener Musiker auf.

Vor der imposanten Kulisse des Wilden Kaisers endete der Festumzug.

Rund ein Jahr lang bereiteten sich die Musikvereine aus den beiden Dörfern vor, nachdem der Wessumer Dirigent Christian Weiper die Anfrage erhalten hatte, ob er sich die Teilnahme an dem Mega-Event am Fuße des Wilden Kaisers vorstellen könnte. Weiper vereinbarte daraufhin mit seinem Wüllener Kollegen Christoph Harpers sowie mit den Vorständen beider Vereine, dass man gemeinsam als Musikvereinigung diese ehrenvolle Aufgabe in Angriff nehmen wolle. Zehn Kapellen aus sieben europäischen Nationen waren am Start, und die rund 100 Musiker aus Wessum und Wüllen zeigten an den drei Konzerttagen, dass sie für Deutschland ein würdiger Vertreter waren.

Begleitet von rund 30 Angehörigen waren die Musiker am späten Mittwochabend aufgebrochen, und bereits am Donnerstagabend stand das erste von drei 30-Minuten-Kurzkonzerten auf dem Programm. Mit einer ausgefeilten Mischung aus deutschen Märschen, James-Last-Arrangements und auf Swing getrimmter Blasmusik rissen sie die rund 3000 Besucher im riesigen Festzelt förmlich von den Bänken. Beim abschließenden Marsch "Zum Städtele hinaus" gab es sogar eine große Polonaise. Damit hatte die Musikvereinigung schon am ersten Abend die Fans auf ihrer Seite.

Gelungener Spagat

Auch an den beiden folgenden Konzertabenden begeisterte das Orchester wechselweise unter der Leitung von Christoph Harpers und Christian Weiper das Publikum mit einem gelungenen Spagat aus beschwingter Lockerheit auf der einen und enormer musikalischer Wucht auf der anderen Seite. Das von Harpers und Weiper minutiös ausgesuchte Programm erwies sich immer als Volltreffer. Die größere der beiden Konzertbühnen in dem mehr als 100 Meter langen Festzelt war komplett gefüllt mit Musikern, denen man in jeder Sekunde ihre Spiellaune anmerkte.

Aber auch nach den Konzerten waren die Wüllener und Wessumer in ihrem Element: Bei den After-Show-Partys im Zelt griffen sie spontan zu ihren Instrumenten und sorgten für riesige Festzelt-Stimmung à la Westmünsterland.

Tausende an den Straßen

Ein weiterer Höhepunkt war der große Festumzug durch Ellmau am Samstagmittag. Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen säumten 5000 Zuschauer die Straßen, um die Kapellen aus Frankreich, Österreich, Italien, der Schweiz, den Niederlanden, England und eben aus Deutschland vorübermarschieren zu sehen. 85 Musiker hatten Weiper und Harpers für den Umzug in Formation gebracht, und die sieben Mann starken Reihen sowie der volle Marschklang dieses großen Musikzugs entsprachen genau dem Geschmack der Musikfreunde aus nah und fern.

Der Festumzug endete mit dem großen Zusammenspiel aller Kapellen auf der großen Ellmauer Skiwiese, von wo aus man direkt auf den imposanten Gebirgszug des Wilden Kaisers blicken konnte. Den Eröffnungsmarsch bei diesem musikalischen Spektakel dirigierte der Chef des deutschen Luftwaffenmusikkorps Münster - Christian Weiper.

Hohes musikalisches Niveau

Für die Musiker aus Wüllen und Wessum waren die Tage in Tirol ein unvergessliches Erlebnis. Neben der wundervollen Alpenkulisse waren auch die Konzerte "von ganz hohem Niveau", wie der Veranstalter inzwischen resümierte. Und die Gäste aus Deutschland sparten nicht mit Lob für die Organisation: "Das Festival war perfekt organisiert, professionell bis ins letzte Detail. Das war vorbildlich", stellte Christoph Almering fest, Vorsitzender des Musikvereins Wüllen und Mitglied des Wessum-Wüllener Organisationskomitees. "Und für unsere Vereine war das ein echtes Highlight in ihrer Geschichte. Es war eine große Ehre für uns, aber sicher auch für unsere beiden Dörfer und ganz Ahaus, dass wir Deutschland bei diesem Festival vertreten durften", so der Wessumer Vereinsvorsitzende Dieter Kappelhoff.

In ihrem Fazit aus musikalischer Sicht schlossen sich die beiden Dirigenten dem Veranstalter an: "Die Qualität der Konzerte war schon etwas Besonderes", waren sich Weiper und Harpers einig. "Die Niederländer beispielsweise haben schon ein unglaubliches musikalisches Niveau geboten. Aber auch wir sind absolut zufrieden mit dem, was unsere Musikerinnen und Musiker in Österreich auf internationalem Parkett abgeliefert haben."

www.blasmusik-festival.com

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