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Schulausschuss tagt Montag

Verwaltung favorisiert Gesamtschule für Ahaus

AHAUS Angesichts des Schülerrückgangs vor allem in den Hauptschulen steht die Schullandschaft in Ahaus vor einer wichtigen schulpolitischen Weichenstellung. Die Verwaltung hat sich jetzt positioniert: Sie favorisiert die Zusammenlegung der Franziskusschule und der Realschule im Vestert zu einer Gesamtschule.

Verwaltung favorisiert Gesamtschule für Ahaus

Das Schulzentrum im Vestert könnte möglicherweise Standort einer Sekundarschule oder Gesamtschule werden.

Am kommenden Montag wird sich der Schulausschuss mit der Weiterentwicklung des Schulangebotes in Ahaus befassen. In einer umfangreichen Sitzungsvorlage, die auch im Internet nachzulesen ist, wägt die Verwaltung zwischen den beiden Optionen Sekundarschule und Gesamtschule ab. Die Möglichkeit einer Sekundarschule ist mit dem nordrhein-westfälischen Schulkompromiss geschaffen worden. Sie umfasst die Jahrgänge 5 bis 10 und ermöglicht in einer verbindlichen Kooperation zum Beispiel mit einem Gymnasium den Übergang in eine gymnasiale Oberstufe. Im Gegensatz zur Sekundarschule verfügt die Gesamtschule über eine eigene gymnasiale Oberstufe.

Die Abwägung der Verwaltung kommt zu dem Schluss, dass die Zusammenlegung von Realschule und Hauptschule im Schulzentrum Vestert grundsätzlich in beiden Varianten – als Sekundarschule oder als Gesamtschule – umsetzbar sei. Favorisiert wird allerdings die Gesamtschule. Verwaltungsvorstand Hermann Kühlkamp: „Wir gehen davon aus, dass die Gesamtschule für die Eltern attraktiver ist und stärker nachgefragt wird.“ Dafür sprächen auch aktuelle Neugründungen in anderen Städten des Münsterlandes. Die Gesamtschule böte zudem auch bessere Chancen, die Abiturquotezu erhöhen. Nicht zuletzt böte die Gesamtschule „deutliche bessere Chancen“, den Schulstandort Alstätte zu sichern, wenn man wegen sinkender Schülerzahlen auch dort nicht an der Hauptschule festhalten könne. Falls es zur Gründung einer Sekundar- oder Gesamtschule im Schulzentrum im Vestert kommt, würde dies nicht das sofortige Ende der Franziskusschule und der Realschule im Vestert bedeuten. Beide Schulen würden „auslaufend ausgelöst“. Das heißt: Alle Franziskus- sowie Vestert-Realschüler könnten ihre Schullaufbahn wie geplant beenden.

Die Anne-Frank-Realschule als zweite Realschule der Stadt und die beiden Gymnasien, AHG und Canisiusschule, wären von der Gründung einer Gesamt- oder Sekundarschule aus Sicht der Verwaltung nicht in ihrem Bestand betroffen. Kühlkamp: „Die Gesamtschule würde so die Attraktivität des Schulstandortes steigern und der Schullandschaft in Ahaus neue Impulse geben.“    Die öffentliche Sitzung des Schulausschusses beginnt am Montag, 11. Juni, um 19 Uhr im Ratssaal.  

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