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Ahauser Feuerwehr hatte im Vorjahr 74 Brandeinsätze

Wehr bestens gerüstet für die Gefahrenabwehr

Ahaus Auf modernstem Stand präsentierte sich die Freiwillige Feuerwehr Ahaus zur Jahreshauptversammlung. Viele Informationen und Fakten untermauerten dies.

Wehr bestens gerüstet für die Gefahrenabwehr

Hauptbrandmeister Ewald Damer vom Löschzug Ahaus erhält das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze, Feuerwehrchef Berthold Büter beobachtet das. Foto: Stadt Ahaus

In 74 Brandeinsätzen war die Feuerwehr Ahaus im Jahr 2017 gefordert, dazu kamen 219 Technische Hilfeleistungen und 26 Brandsicherheitswachen. 53 Mal musste die Feuerwehr aufgrund von Fehlalarmen ausrücken. Das erfuhren die Anwesenden bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Ahaus. Bürgermeisterin Karola Voß würdigte die Feuerwehr mit ihren fünf Löschzügen und der Feuer- und Rettungswache als „einen unverzichtbaren Bestandteil der Gefahrenabwehr unserer Stadt Ahaus“. Gemeinsam mit dem Leiter der Feuerwehr, Berthold Büter, und dem Beigeordneten Hans-Georg Althoff übernahm sie die Aufgabe, Beförderungen, Ehrungen und Verabschiedungen in die Ehrenabteilungen vorzunehmen.

Eine besondere Ehrung und Auszeichnung erhielt Hauptbrandmeister Ewald Damer vom Löschzug Ahaus durch den stellvertretenden Bezirksbrandmeister Oliver Wegner. Hauptbrandmeister Damer wurde in Würdigung seiner hervorragenden Leistungen das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bronze verliehen. Er ist seit dem 1. März 1976 aktives Mitglied und war maßgeblich an dem Aufbau der Brandschutzerziehung durch die Feuerwehr Ahaus beteiligt. Innerhalb des Löschzugs Ahaus war er langjährig in der Vorstandsarbeit tätig. Besonders gewürdigt wurde außerdem seine Tätigkeit als Kreisausbilder, dadurch gab er in verschiedenen Lehrgängen auf Kreisebene sein vielseitiges Fachwissen an junge Feuerwehrleute weiter.

Zwei Millionen Euro im Haushalt

Erster Beigeordneter Hans-Georg Althoff gab einen kurzen Überblick über die Finanzen, denn auch wenn die Brandschutzbedarfsplanung die grundsätzlichen Bedarfe der Feuerwehr festlegt, so wird doch die Ausprägung der Umsetzung ganz wesentlich durch den Haushalt geprägt. Die Investitionen im Bereich der Feuerwehr spielen im ausgeglichenen Haushalt 2018 mit rund zwei Millionen Euro eine gewichtige Rolle. Der Neubau des Standorts Nord steht genauso auf der Agenda wie die Erweiterung des Gerätehauses Ottenstein.

Wehr bestens gerüstet für die Gefahrenabwehr

Die Beförderten, Geehrten und Verabschiedeten der Freiwilligen Feuerwehr Ahaus mit der Stadtspitze. Foto: Stadt Ahaus Foto: Picasa

Ferner sind für den Neubau des Gerätehauses in Wüllen Planungskosten in den Haushalt aufgenommen worden. Mittel für den Beginn der Planungen des Um- und Ausbaus der Feuer- und Rettungswache am Adenauerring stehen ebenso zur Verfügung, stellte Althoff fest.

Neue Drehleiter erhalten

Auch Fahrzeugbeschaffungen stehen auf dem Plan. So wurde bereits Anfang des Jahres die neue Drehleiter ausgeliefert, weitere Fahrzeugersatzbeschaffungen für verschiedene Standorte wurden benannt. „Die regelmäßigen Investitionen in erheblicher Größenordnung in die technische Ausstattung und auch in die Baumaßnahmen sind der deutliche und sichtbare Beleg dafür, dass die Feuerwehr mit der breiten Unterstützung aus Politik und Verwaltung rechnen kann“, sagte Hans-Georg Althoff.

Gerade die Kombination zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst gewährleiste eine bestmögliche Rettung nach medizinisch- und feuerwehrtaktischen Gesichtspunkten. Nach Abstimmung mit dem Kreis Borken, über die Fortführung der kombinierten Wache, werde auch zukünftig an der bewährten Zusammenarbeit festgehalten.

Jugendfeuerwehr aktiv

Zurzeit steht die Feuerwehr in Ahaus – wie Leiter Bertold Büter in seinem Jahresbericht darlegte – sehr gut da. Die Personalsituation sei stabil und die Jugendfeuerwehr mit ihren sehr engagierten und einfallsreichen Gruppenbetreuern sorgten dafür, dass jährliche Wechsel aus der Jugendfeuerwehr in die aktive Mannschaft möglich seien.

Fundierte Aus- und ständige Fortbildung bildeten die Grundlage für einsatztaktisch richtige und unfallfreie Einsätze. Den ständig wachsenden Anforderungen könne nur dann entsprochen werden, wenn die erforderlichen Fachkenntnisse vorhanden und ständig ergänzt werden.

Viele Weiterbildungen

Zahlreiche Lehrgänge, Seminare und berufliche Qualifizierungen wurden abgeleistet. Dazu zählten 342 Aus- und Fortbildungen insgesamt, 215 Lehrgangsteilnehmer aus dem Kreisgebiet wurden zudem am Standort Ahaus geschult. Dazu kommt die Tätigkeit von 22 Brandschutzerziehern, die im gesamten Stadtbezirk 620 Kinder geschult haben.

Berthold Büter machte außerdem klar, dass die Ausstattung der Feuerwehr Ahaus auch in 2017 weitere Entwicklungsschritte gemacht hat. Die Beschaffung der Schutzanzüge und der Feuerwehrhelme konnte weiter fortgesetzt werden. Die neue Drehleiter sowie ein Mannschaftstransportwagen und ein neuer Kommandowagen sowie ein neuer Rettungswagen und ein Krankentransportwagen konnten in Dienst gestellt werden.

Pläne für Gerätehauser

Aber auch bei den ganz großen Projekten hat sich in 2017 viel getan. Der Baubeginn für den Neubau Standort Nord steht kurz bevor. Der erste Bauabschnitt am Gerätehaus Ottenstein und die beiden Fahrzeughallen konnten im Mai mit einer Feierstunde in Betrieb genommen werden, der zweite Bauabschnitt steht für 2018 auf dem Plan.

Für den Löschzug Wüllen sind ebenso politische Beschlüsse zu einem neuen Standort und einem Neubau des Feuerwehrhauses Wüllen gefasst worden. Die bauplanungsrechtlichen Verfahren laufen derzeit, sodass auch hier ein Baubeginn näher rückt. Für den Standort des Löschzugs Ahaus mit der Feuer- und Rettungswache und der Jugendfeuerwehr wird in Kürze ein Fachbüro zur Analyse und Beratung sowie zur Überplanung der baulichen Anlage beauftragt werden.

System hat sich bewährt

Feuerwehrchef Berthold Büter hob die gemeinsame gute Zusammenarbeit und Arbeitsleistung im zurückliegenden Jahr hervor. „Das in Ahaus seit Jahrzehnten bewährte System, bestehend aus der Kombination von Rettungsdienst und Feuerwehr mit ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften gewährleistet die bestmögliche Gefahrenabwehr für unsere Stadt“, sagte der Leiter der Feuerwehr.

Und auch die Ahauser Bürger stehen hinter ihrer Feuerwehr – so war zum Beispiel der „Tag der offenen Tür“ im September 2017 ein voller Erfolg. Dort konnten Feuerwehr und Rettungsdienst eindrucksvoll beweisen, was sich hinter dem Begriff „Retten, Bergen, Schützen“ im Zusammenspiel von ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften verbirgt.

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