Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Wenn der Richter plötzlich sitzt

Ahaus Viele charakterisieren die deutsche Sprache als schwierig. Das mehrfach ausgezeichnete Duo "Faltsch Wagoni" mit Silvana Prosperi als stimmgewaltiger Bewegungs- und Geräuschekünstlerin und Thomas Busse als versiertem Musiker mit komischer Expressivität nahm dennoch ein Hindernis nach dem anderen mit Bravour.

Die Lacher und Schmunzler hatten die Künstler, die vom Kunstverein ArtHAUS zum Abschluss der Veranstaltungsreihe "Komische Künste" ins Logo eingeladen worden waren, immer auf ihrer Seite. Jeder Zuschauer kam auf seine Kosten und hat sein Urteil über die deutsche Sprache nachher revidiert oder mindestens korrigiert.

Rasantes Sprechtempo

In atemberaubendem Tempo decken "Faltsch Wagoni" Doppeldeutigkeiten und Fallstricke der Grammatik auf. Prosperi bringt die komischen Eskapaden ihres Partners immer wieder auf den Punkt. Der Funke der Zweisamkeit zündelt nicht nur im Programm zwischen den beiden immer wieder, sondern von Anfang bis Ende auch zwischen den Akteuren und dem Publikum. Busse sammelt anfangs im amüsierten Publikum "Eine Minute, um uns zu installieren", während Prosperi den Metallkoffer positioniert, Steppschuhe anzieht und sich in die Pose des Beginns wirft. Busse erzählt zur Entspannung erst einmal einen Witz als treffendes Beispiel für Doppeldeutigkeiten. Danach habe der Richter in einem Gerichtsprozess gesessen, während der Angeklagte gestanden habe. Nicht nur dabei braucht das Publikum eine gewisse Reaktionsphase.

Wortklaubereien

"Lieber Wortklauber als Wortglauber" lautet das Lieblingsthema in dem Programm, das sie mit "Deutsch ist Dada..." mehr als treffend überschrieben haben. Die kleinen Gedichte von Busse über "Die Morgenandacht des Atomphysikers" oder "Das Wasser lassen" binden beide ein in eine virtuose musikalische Interpretation.

Prosperi schafft es spielend, eine ganze Band zu ersetzen, vor allem einen Schlagzeuger ohne Schlagzeug, während Busse mit Gitarre oder dem Sägeblatt als Streichinstrument die Komik nur noch steigert. Nach langem Applaus und einigen Zugaben bleibt nur eine Frage offen: Was ist Dada? emk

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Grill-Youtuber aus Ahaus

Tausende schauen Rolf Elsebusch beim Grillen zu

AHAUS Rolf Elsebusch aus Ahaus ist begeisterter Griller und entwickelt kreative Rezepte. Wenn er im Garten am Grill steht, schauen Tausende im Internet zu.mehr...

Rassismus und fliegende Fäuste im Dinkelstadion

18-jähriger Spieler vor Gericht nicht geständig

Ahaus Es ist ein Fall, bei dem es nur Verlierer gibt. Das war schon vor dem Prozessauftakt am Ahauser Amtsgericht gegen den 18-jährigen Fußballer klar, der im Oktober 2017 einen Zuschauer tätlich angegangen haben soll.mehr...

Handwerk- und Gewerbetage in Alstätte

WM-Bus bei der Alstätter Gewerbeschau

Alstätte 52 Aussteller präsentierten sich bei den Handwerk- und Gewerbetagen in Alstätte. Für Fußball-Fans gab es ein ganz besonderes Angebot.mehr...

Richard David Precht auf der Pushcon in Ahaus

Precht: Kein Anlass zu Pessimismus

Ahaus Richard David Precht hat bei der Pushcon seine Ideen zur Zukunft der Arbeit vorgestellt. Die sind überraschend skeptisch, doch kein Anlass zu Pessimismus.mehr...

Unfall auf dem Kusenhook in Ahaus

Alkoholfahrt endet an einer Straßenlaterne

Ahaus Ein betrunkener 18-jähriger Fahranfänger ist am Sonntagmorgen auf dem Kusenhook in Ahaus von der Straße abgekommen und gegen eine Laterne geprallt. Er musste ins Krankenhaus gebracht werden. mehr...

Chor „Once Again“ singt beim Katholikentag

Messe für den Frieden

Ahaus Der Chor „Once Again“ aus Ahaus singt die „Mass for Peace“ von Karl Jenkins auf dem Katholikentag in Münster. Die Pfarrgemeinde St. Marien bietet weiteren Interessierten Mitfahrgelegenheiten mit dem Bus an.mehr...