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Angeklagter sieht sich als Opfer

WITTEN Zu Beginn der Verhandlung wirkte er noch selbstsicher: Der 34-jährige Bochumer wies am Mittwoch vor dem Schöffengericht den Vorwurf zurück gegen eine einstweilige Verfügung verstoßen zu haben und stellte sich selber als Opfer dar. Doch diese Selbstsicherheit bröckelte mit jeder Zeugenaussage.

Angeklagter sieht sich als Opfer

Der Bochumer soll im Februar dieses Jahres mehrfach gegen eine einstweilige Verfügung verstoßen haben, die es ihm verbietet, sich seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau und ihrem Wohnort auf mehr als 100 Meter zu nähern oder mit ihr telefonisch Kontakt aufzunehmen.

Bekannten attackiert

Bei einer dieser Gelegenheiten war er mit einem jüngeren Bekannten seiner Frau - offenkundig ihr Liebhaber - aneinander geraten. Die Zeugen berichteten, der Angeklagte habe nach einem Wortwechsel den Bekannten seiner Frau attackiert. Darauf entwickelte sich ein Gerangel, bei dem beide zu Boden gingen. Zwei Zeugen wollten bei dieser Gelegenheit einen "orangenen Gegenstand" in der Hand des Angeklagten gesehen haben.

Mit einem Teppichmesser im Gesicht verletzt

Es handelte sich offenbar um ein Teppichmesser, das am Ort der Rangelei sichergestellt worden war. Der Angegriffene behauptete, der Angeklagte habe ihn damit unter anderem am Hals verletzt.

Letzterer stellte die Situation genau entgegengesetzt dar und behauptete, sie habe sich an anderer Stelle zugetragen - einer, die sich außerhalb des 100-Meter-Radius befindet. Ob das stimmt, sollen weitere Zeugenaussagen ans Licht bringen, die das Gericht am kommenden Montag in einer Fortsetzungsverhandlung hören will.

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