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Breite Straße/Synagogenstraße

Antisemitische Schmierereien im Wittener Stadtbild

INNENSTADT Ob Israel im Gaza-Krieg gegen die Palästinenser angemessen reagiert, darüber gehen die Meinungen auseinander. Das spiegelt sich inzwischen auch im Wittener Stadtbild wieder. Dort prangen seit 14 Tagen an Häusern in der Breite Straße und der Synagogenstraße Schriftzüge, die offenbar Bezug zum Konflikt nehmen.

Antisemitische Schmierereien im Wittener Stadtbild

Die Schmierereien hinter der Gedenkstätte für die Synagoge haben den Verfassungsschutz auf den Plan gerufen.

„Fuck you Israel“ und „Fuck you Zion“ ist an den Hauswänden zu lesen. Gleich hinter der Gedenkstelle für die 1938 zerstörte Synagoge an der Synagogenstraße/Breite Straße hat inzwischen jemand den Schriftzug „Fuck Israel“ durchgestrichen und „Fuck you“ darunter geschrieben. Das Nachsehen haben die betroffenen Hauseigentümer, denn sie selbst müssen die Schmierereien auf eigene Kosten beseitigen lassen. Die Kritik an Israel hat auch eine antisemitische Dimension, was den Staatsschutz auf den Plan gerufen hat. Er versucht, die Urheber der Schmierereien zu ermitteln.

„Die Schriftzüge selbst haben keinen direkten verfassungsfeindlichen Charakter“, erklärte dazu gestern Polizeisprecher Volker Schütte. Doch wer sie unmittelbar im Umfeld einer Gedenkstelle für die Synagoge aufbringt, verunglimpft die Opfer des Holocaust. Da werde ein antisemitischer Charakter deutlich. Ganz abgesehen davon, dass es um Sachbeschädigungen geht. „Einige Wittener Antifaschisten“, haben inzwischen in einer anonymen Pressemitteilung kritisiert, dass die Schmierereien noch nicht verschwunden sind. Nach ihrer Auffassung verkennt derjenige, der sich im aktuellen Konflikt zwischen Hamas und Israel mit dem palästinensischen „Widerstand gegen die Besatzung“ solidarisiert einige Tatsachen.

Erstens habe Israel seine Siedlungen im Gazastreifen bereits 2005 geräumt und sich vollständig zurückgezogen. „Zweitens verklärt er den Raketen-Terror gegen die Zivilbevölkerung Israels als gerechtfertigt.“ Die Antifaschisten rufen zur Zivilcourage gegen Antisemitismus jeder Couleur und zur Solidarität mit der jüdischen Bevölkerung auf. Auch Bürgermeisterin Sonja Leidemann ließ gestern erklären: „Witten hat keinen Platz für solche Parolen!“.

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