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Arbeitsagentur: Frustrierend hohe Fallzahlen

WITTEN/KREIS „Das ist ja frustrierend“, fasste Vorsitzender Jürgen Dietrich am Montagnachmittag zusammen, was Anke England, Leiterin der Wittener Job-Agentur, gerade geschildert hatte. Auf jeden Mitarbeiter kommen im Erwachsenenbereich 270 Fälle.

270 Menschen, von denen die meisten doch eigentlich auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen sollen. „Das kann man nicht schaffen. Aber die Fallzahlen früher bei der Arbeitsagentur waren noch höher“, erklärte Anke England dem Ausschuss in einem Erfahrungsbericht.

Einer betreut 100 Mitarbeiter

Im Jugendbereich sieht es weitaus besser aus, da kommen „nur“ 100 Fälle auf jeden Mitarbeiter. Einige Jugendliche, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, will man bis Februar in Praktika vermitteln, die in Ausbildungsbetrieben angeboten werden. 19 Plätze stehen zur Verfügung, drei sind bereits besetzt. Als erfreulich schilderte Anke England die Vermittlungszahlen aus dem Monat Oktober. 547 Vermittlungen habe es gegeben, davon 153 in den ersten Arbeitsmarkt.

Sprachkurse werden nicht gefördert

Als ein „Riesendilemma“ bezeichnete Anke England die Haltung des Bundes, dass Sprachkurse sowie Kurse, die zu Schulabschlüssen führen, nicht förderungswürdig seien. Bisher hat die Jobagentur gerade in diesem Bereich Maßnahmen unterstützt, um Migranten das sprachliche Rüstzeug zu geben, das sie überhaupt erst auf dem Arbeitsmarkt einsetzbar macht. Andererseits wurden gerade junge Arbeitslose ohne Schulabschluss in entsprechende Kurse vermittelt, um ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz zu erhöhen. Noch hofft man bei der Jobagentur jedoch, dass Gespräche zwischen Land und Bund noch zu einem positiven Ergebnis, was solche Angebote betrifft, führen werden.

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