Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Auf geht's nach Peking

BOCHUM Eine Bank vor dem Bergmannsheil hat Tamira Slaby als Ort für das Interview ausgesucht. Als sie sich hinsetzt, rutscht ihr Fuß an einer Kante ab. Hörbar schnappt sie nach Luft. Vorsichtig bewegt sie den Fuß - alles in Ordnung. Glück gehabt!

/
René Schramm will nach Gold greifen.

Freude und Stolz bei Tamira Slaby: Die 16-Jährige fährt nach Peking zu den paralympischen Spielen (6.-17.9.).

Eine Verletzung zu diesem Zeitpunkt: undenkbar! Schließlich wurde Tamira gerade verabschiedet - nach Peking. Am 29. August geht es für die 16-Jährige los. Gemeinsam mit 28 Sportlern und Sportlerinnen aus NRW wird sie dort an den Paralympischen Spielen teilnehmen. Ihre Disziplinen: der 100- und der 200-Meter-Lauf.

Jeden Tag Training

"Die Vorbereitung ist anstrengend", sagt Tamira. Jeden Tag Training. Und dann diese Aufregung: "Ich bin total nervös." Da helfen auch die gut gemeinten Worte von Angelika Rüttgers nichts, Ehefrau des nordhrein-westfälischen Ministerpräsidenten. Im Klinikum Bergmannsheil hatte sie gestern im Rahmen der Kliniktour "Go for Paralympics" den Sportlern Glückwünsche mit auf den Weg gegeben. Die Kliniktour der Vereinigung Berufsgenossenschaftlicher Kliniken soll in diesem Jahr auf die Bedeutung des Rehabilitations- und Behindertensports aufmerksam machen.

Auf der Bühne in der Turnhalle des Klinikums hatte Angelika Rüttgers acht der 29 NRW-Sportler begrüßt. Tamira ist die jüngste. Der älteste ist Thomas Loosch. Mit 45 Jahren werden es für den Leichtathleten die letzten Paralympics sein. "Man sollte auf dem Höhepunkt aufhören", sagt er. Loosch kann Weltmeistertitel und eine Bronze- sowie eine Silbermedaille von den Spielen 2004 in Athen zu seinen Erfolgen zählen. "Jetzt braucht meine Familie mich", sagt er. Sein Sohn und seine Tochter verlangen nach Aufmerksamkeit. Und am schönsten wäre es natürlich, wenn er ihnen noch einmal eine Medaille schenken könnte.

Die Medaille, die will René Schramm auf jeden Fall erreichen. "Ich trainiere jeden Tag vier Stunden", erzählt der Leichtathlet. "Ich arbeite acht Stunden. Ich muss jeden Tag zur Physiotherapie. Ich habe praktisch keine Freizeit mehr. Das alles tue ich nicht um 5. oder 6. zu werden!"

Stolz wie Oskar

Ganz so ehrgeizig ist Tamira Slaby, die beim TV Wattenscheid trainiert, nicht. "Ich bin einfach stolz wie Oskar, dass ich überhaupt teilnehmen kann", sagt sie. "Ich kenne meine Gegner nicht, weiß auch nicht, wie ich auf das Klima dort reagieren werde. Ich lasse es einfach auf mich zukommen."

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Mordkommission ermittelt

Polizei findet Leiche eines 39-Jährigen in Bochum

BOCHUM Polizisten haben am späten Samstagabend in einem Bochumer Mehrfamilienhaus die Leiche eines 39 Jahre alten Mannes gefunden. Der Mann sei Opfer eines Gewaltdelikts geworden, teilten die Behörden am Sonntag mit. Eine Mordkommission wurde eingerichtet. mehr...

Prozessauftakt gegen Fälscher

Mit falschen Papieren hohe Kredite bei Banken ergaunert

Bochum Neun Monate nach dem spektakulären Ausheben einer Fälscherwerkstatt hat am Donnerstag in Bochum der Prozess gegen drei mutmaßliche Mitglieder einer professionellen „Fälscher-Bande“ begonnen. Es geht um falsche Pässe, fingierte Identitäten und erschlichene Darlehen im ganz großen Stil. mehr...

Gerichtsprozess

Werner Arzt drohen vier Jahre Haft wegen Betrugs

Bochum/Werne Er soll eine Bank um 1,6 Millionen Euro betrogen haben: Im Betrugsprozess rund um eine Bochumer Privatklinik drohen dem angeklagten Arzt aus Werne über vier Jahre Haft. Das hat das Bochumer Landgericht am Montag signalisiert.mehr...

Auf Cranger Kirmes verloren

Polizei Bochum fahndet nach Schnuffelbär "Heia"

BOCHUM Mit einer ungewöhnlichen Vermisstenanzeige will die Bochumer Polizei dem dreijährigen Malte helfen. Denn seitdem der Junge aus Gelsenkirchen vor einer Woche auf der großen Cranger Kirmes seinen „Schnuffelbären Heia“ verloren hat, schläft er schlecht.mehr...

Bauchschuss-Drama

Sieben Jahre Haft für Bochumer Pistolenschützen

BOCHUM Nach einem beinahe tödlichen Nachbarschaftsstreit ist ein 56-jähriger Pistolenschütze am Freitag in Bochum zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte im Streit um zu laute Musik seinem Nachbarn in den Bauch geschossen.mehr...

Zeltfestival Ruhr 2017

Royal Republic: Weekend Men in Bochum

BOCHUM Beim Zeltfestival Ruhr in Bochum stand am Donnerstagabend eine besondere Rockband auf dem Programm. Wer auf den letzten Drücker kam, konnte bereits im Biergarten hören, wo es lang ging, denn schon bevor die Schweden überhaupt auf der Bühne standen, schallten „Royal Republic“-Sprechchöre aus dem kleinen Zelt.mehr...