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"Bahnhof vergammelt"

WATTENSCHEID Mit einem Stationsbericht hat der VRR die Anfrage der Grünen Fraktion im VRR zur Lage am Bahnhof Wattenscheid beantwortet.

Der VRR kauft die Verkehrsleistungen wie Streckenbedienung, Fahrten, Taktzeiten, Umfang des Platzangebotes von der DB Regio AG ein. Zu dem Betreiber der Stationen und Bahnhöfe gibt es jedoch kein direktes Vertragsverhältnis. Diese sind in der DB Station & Service AG zusammengefasst, damit die DB die Möglichkeit hat, nur in rentierlich interessante Objekte zu investieren.

Kein Einzelfall

"Der Bahnhof Wattenscheid ist kein Einzelfall und teilt sein Schicksal mit einer großen Zahl der 261 Stationen im VRR, obwohl der VRR 2007 für diese indirekt 52,5 Mio Euro bezahlt hat", kritisiert Jörg Drinnhausen von der Grünen-Fraktion im VRR. Die DB wähle solche von außen nur schwer zu durchschauende Konstruktionen, weil sie wegen ihrer Börsengangwünsche nur betriebswirtschaftlich denkt, nicht aber volkswirtschaftlich.

"Wie andere große Immobilienbesitzer lässt die DB "unrentable" Objekte oder Strecken einfach vergammeln, ohne auf die Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung Rücksicht zu nehmen", so Drinnhausen. "Wichtig ist die schnelle Mark, nicht die Probleme der Kunden, der Stadt oder der Region."

Stationspreis verdoppelt

So wurden 2005 für Wattenscheid die Stationspreise mehr als verdoppelt: Pro Zughalt von 0,86 Euro in 2004 auf 1,89 Euro in 2005, "ohne dass die geringste Verbesserung am Bahnhof bemerkt worden wäre." 2007 sind es bereits 2,06 Euro pro Zughalt.

Sanierungen seien aber möglich, weil die DB über erhebliche Konzerngewinne verfüge. Sie würden aber nur dann realisiert, wenn die Politik in Bund, Ländern, Kommunen und Verkehrsverbünden genug Druck ausübe. Dafür setzen sich die Grünen sowohl auf lokaler Ebene als auch in Bund und Land ein - "das Thema Nahverkehr ist für uns im Ballungszentrum so wichtig wie Gesundheit oder Rente."

Visitenkarte der Stadt

Was den Bahnhof Wattenscheid betreffe, sollten Bezirksvertretung, IHK und VRR gemeinsam ein Gespräch über die notwendigen Sanierungsmaßnahmen mit der DB Station & Service AG führen - "denn, so der Grünen-Sprecher, "ein Bahnhof ist auch die Visitenkarte einer Stadt.

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