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Band-Auftritt spaltet AStA und Soziale Liste

"Die Bandbreite"

Der AStA kündigt der Sozialen Liste die Freundschaft. Und das, obwohl das linke Lager der Ruhr-Universität und die linke Wählervereinigung zuletzt nicht selten gemeinsame Sache machten, zum Beispiel gemeinsam den Bildungsstreik unterstützten.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 14.09.2010
Band-Auftritt spaltet AStA und Soziale Liste

AStA-Chef Jan Keitsch erhebt Vorwürfe gegen die Soziale Liste.

Doch dass die Soziale Liste auf ihrem Kulturfest am Samstag, 11. September, das umstrittene Hip-Hop-Duo "Die Bandbreite" auftreten ließ, sorgt beim Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) für ungläubiges Kopfschütteln. Die Band "verbreite in ihren Songtexten frauenfeindliche, homophobe, antiamerikanische und NS-relativierende Positionen", heißt es in einer Stellungnahme des AStA. Insbesondere kritisiert werden die Verschwörungstheorien, die die Duisburger Band zu den Anschlägen des 11. Septembers kundtut.Antiamerikanisch In einem Song wird der US-Regierung vorgeworfen, die Anschläge selbst inszeniert zu haben. "Wenn die Soziale Liste so eine Band einlädt, dann zeigt sie eine inhaltliche Zustimmung", sagt AStA-Chef Jan Keitsch. Das Hip-Hop-Duo ausgerechnet am 11. September auftreten zu lassen, hält er für geschmacklos. Man habe die Soziale Liste vorab informiert, so Keitsch weiter. In einem Brief wurde gefordert, die umstrittene Band auszuladen.Provokation "Wir sind nicht bereit, uns vorschreiben zu lassen, wer auf unseren Kulturfesten auftritt", heißt es in einer Stellungnahme des Vorstandes der Sozialen Liste. Das Hip-Hop-Duo provoziere, rege zum Widerstreit an. "Das muss im Kulturbetrieb möglich sein." So äußerte sich auch Fraktionschef Günther Gleising: "Ich halte nichts von Verschwörungstheorien, aber Kultur muss das aushalten können." Der Brief der Studierenden sei erst wenige Stunden vor dem Auftritt eingegangen, bemängelt die Soziale Liste, wehrt sich vor den Anschuldigungen des AStA, räumt aber ein: "Der Diskussionsprozess über die aufgeworfenen Fragen ist in der Sozialen Liste noch nicht abgeschlossen."

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