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Banker griffen zum Pinsel

STIEPEL Haben mich meine Eltern nicht lieb genug, dass ich bei ihnen leben kann?

Banker griffen zum Pinsel

<p>Bei der Pinselaktion (von links): Manuela Morche (Citibank), Detlef Kühlborn (Chef der Jugendeinrichtung), Sabine Tilker, Stephanie Vettrich (beide Citibank), Armin Schlüter und Martin Morche (beide vom Jugendamt, sie betreuen die WGs). Foto Herbstreit</p>

Solche Fragen stellen sich auch in Bochum leider viel zu viele Jugendliche. Hilfe bietet ein sozialpädagogisches Wohnprojekt der Stadt in Stiepel. Insgesamt neun Jugendliche leben hier in Zweier- bis Vierer-WGs.

"Gerade die Zeit um Weihnachten ist besonders hart für viele unserer Jugendlichen", bedauern die Mitarbeiter des Bochumer Jugendamts, Martin Morche und Armin Schlüter, die die Jugend-WGs betreuen. "Wir planen viele Aktionen und pflegen Traditionen wie den Weihnachtsbaum", berichtet Morche über diese schwierige Zeit. Doch die eigene Familie sei nur schwer ersetzbar, und wenn der Kummer seiner Schützlinge zu groß ist, kommt der Familienvater auch am Heiligen Abend vorbei.

500 Euro für Material

Doch das Geld fehlt wie in allen sozialen Einrichtungen an allen Ecken und Enden. Wissend um die finanziellen Nöte, griff Morches Tochter Manuela kurzerhand ein. Die Citibank-Mitarbeiterin schlug ihrem Arbeitgeber das Wohnprojekt für eine Spendenaktion vor. Die Bank veranstaltet regelmäßig den so genannten "Global Communitiy Day". Die Citibank unterstützt dabei soziale Projekte finanziell, während die Mitarbeiter die Ärmel hochkrempeln. 500 Euro wurden für die Materialkosten bereitgestellt.

So tauschten dann auch Manuela Morche und ihr Helfer-Team das Banker-Outfit gegen den Malerkittel, mit dem Ziel eine der WGs zu renovieren. Durch den ehrenamtlichen Einsatz der Mitarbeiter, konnte ein Teil des Geldes weitergereicht werden an das Irmi-Gardis-Haus, ein Mutter- und Kind-Heim in Duisburg.

"Es ist schön zu wissen, dass man den Jugendlichen trotz all ihrer Schwierigkeiten eine kleine Freude gemacht hat", erklärte Manuela Morche ihr Engagement.

Und in den gemütlichen, neu gestalteten Räumen wird auch bestimmt die Freude auf die kommende Adventszeit ein bisschen größer. herb

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