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Nach Großbrand mit zwei Toten

Bergmannsheil: Haupteingang wieder geöffnet

BOCHUM Nach dem Großbrand mit zwei Toten im Bochumer Universitätskrankenhaus Bergmannsheil normalisiert sich die Lage in der Klinik. Seit Freitagmorgen kann der Haupteingang wieder benutzt werden, Bettenkontigente wurden auf andere Häuser innerhalb der Klinik verteilt. Die nicht benutzbare Küche allerdings stellt die Klinik vor Herausforderungen.

Bergmannsheil: Haupteingang wieder geöffnet

Bei dem Großbrand im Bochumer Bergmannsheil-Krankenhaus waren zwei Patienten ums Leben gekommen und 16 verletzt worden, mehrere von ihnen lebensgefährlich.

Der Haupteingang der Klinik, seit dem Brand in der Nacht zu vergangenem Freitag gesperrt, ist jetzt wieder frei gegeben worden. Löschwasser und die Evakuierungsmaßnahmen hatten den Bereich in Mitleidenschaft gezogen. "Außerdem grenzt der Haupteingangsbereich auch an das Bettenhaus 1, so dass wir auch in gebäudetechnischer Hinsicht sicher gehen mussten", sagte Klinksprecher Robin Jopp am Freitagmittag. Nun aber ist der Haupteingang frei gegeben, Patienten und Besucher müssen nicht mehr ganz herum um das weitläufige Gelände des Krankenhauses, um über den Eingang neben der Notfallambulanz die Klinik zu betreten. 

Café bleibt weiterhin gesperrt

Notaufnahme, OP-Zentrum, Radiologie und weitere Funktionsbereiche sind voll funktionsfähig. "Die Klinik ist voll arbeitsfähig", so Jopp.  Nach wie vor ist allerdings das Café des Bergmannsheils für Patienten, Besucher und Mitarbeiter gesperrt. Dort werden das angelieferte Frühstück und das Abendessen auf Tabletts portioniert und auf die Stationswagen verteilt. Das warme Essen am Mittag liefert bis auf weiteres das Bochumer St. Josef-Hospital.  Denn die Krankenhausküche liegt ebenfalls in dem Gebäude, in dem in der Nacht zum 30. September die Flammen wüteten. Das gesamte Gebäude ist gesperrt, Gutachter, Experten und Fachleute sind derzeit dabei, den Schaden zu schätzen. Erst danach wird entschieden, ob das Gebäude abgerissen oder saniert wird. Der Schaden beläuft sich schätzungsweise auf einen dreistelligen Millionenbetrag.

Großbrand Bergmannsheil: Der Morgen danach

Bei dem Brand im Bochumer Universitätsklinikum Bergmannsheil starben zwei Menschen, die oberen Etagen des Bettenhauses1 brannten komplett aus.
Krankenhauspersonal und Feuerwehrleute sehen vor dem Krankenhaus.
Die Luftaufnahme zeigt das ganze Ausmaß des Brandes.
Feuer im Uniklinikum Bergmansheil in Bochum.
Das Dach des Bettenhauses I
Feuerwehrleute sind im Einsatz auf dem ausgebrannten Dachstuhl des Bettenhauses 1.
Ein Ermittler der Spurensicherung der Kriminalpolizei fotografiert zur Beweissicherung.
Ein Feuerwehrmann wirft von einer Drehleiter eine Dachziegel in den ausgebrannten Dachstuhl des Bettenhauses 1 der Klinik Bergmannsheil zurück.
Ein Feuerwehrmann begutachtet die geschmolzene Fassade des Bettenhauses I des Bergmannsheil.
Einsatzkräfte der Feuerwehr löschen die Glutnester im Bettenhaus I das Bochumer Klinikums Bergmannsheil.
Flammen schlagen am Morgen noch immer wieder aus dem Dachstuhl.
Zusammengeknotete Bettlaken hängen an einem Balkongeländer des Bettenhauses 1. Eine Person hatte versucht, sich über den Balkon zu retten, wurde dann aber von der Feuerwehr evakuiert.
Zusammengeknotete Bettlaken dokumentieren die dramatischen Szenen in der Nacht.
Der ärztliche Direktor der Universitätsklinik Bergmannsheil, Professor Thomas Schildhauer bei eine Pressekonferenz am Morgen nach dem Brand.
Die oberen Stockwerke des Bettenhauses sind völlig ausgebrannt.
Feuerwehrleute im Einsatz am Bergmannsheil.
Der Oberbürgermeister von Bochum, Thomas Eiskirch (SPD), während der Pressekonferenz.
Polizei, Feuerwehrleute, Spurensicherungsteam: Auch am Morgen danach sind die Einsatzkräfte noch mit einem Großaufgebot am Bochumer Bergmannsheil.
Bei Tageslicht wird deutlich, was die Nacht noch verbarg: Die oberen Stockwerke des Universitätsklinikums Bergmannsheil sind nach dem Großbrand völlig zerstört.
Mehr als 200 Feuerwehrleute waren die halbe Nacht und am Morgen im Einsatz. Es dauerte Stunden, die Flammen halbwegs unter Kontrolle zu bringen.
Die Hitze war so stark, dass Fenster und Möbel geschmolzen sind.
Ein Ermittler der Spurensicherung dokumentiert die Zerstörung. Noch ist unklar, wie das verheerende Feuer ausbrechen konnte.
Ein Chaos aus Dachziegeln, Fenster- und Mauerresten: So sehen die Obergeschosse des Bergmannsheil nach dem Großbrand aus.
NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) eilte am frühen Morgen nach Bochum. Er sprach früh von einem Bettenlager in der der Nähe des Zimmers, in dem das Feuer ausgebrochen ist. Das könne dazu beigetragen haben, dass der Brand sich so schnell ausgebreitet hat, mutmaßte der Minister.

Bislang keine Patienten abgewiesen

Neuorganisiert wurde in der vergangenen Woche das Bettenkontingent des Bergmannsheils. Das Bettenhaus 1 hatte eine Bettenkapazität von 194 Betten, die dem Krankenhaus jetzt fehlt. "Wir haben viele Betten zusätzlich auf die Kliniken und Fachabteilungen organisiert", sagte der Klinik-Sprecher. Das heißt, zusätzliche Betten wurden in den Zimmern der Fachabteilungen aufgestellt.  Bis jetzt habe man noch keine Patienten abweisen müssen, erklärte Jopp. Zudem arbeite man daran, den normalen Komfort für die Patienten wieder herzustellen.   

Zwei Menschen starben in der Schreckensnacht

Der verheerende Brand im Bergmannsheil hatte in der Schreckensnacht zwei Menschen das Leben gekostet, 128 teils schwerkranke Menschen mussten über die Treppenhäuser des Bettenhauses 1 evakuiert werden. Die Bilder der Nacht waren schrecklich. Unter anderem riefen verzweifelte Patienten auf den Balkonen stundenlang um Hilfe, einige knüpften in der Angst vor den Flammen hinter ihnen Bettlaken aneinander, um sich im Notfall abseilen zu können. Die komplette Station 1.6 auf der sechsten Etage brannte aus. Anfang der Woche stellte sich dann heraus, dass erste Vermutungen sich als richtig erwiesen hatten: Eine 69-jährige Patientin aus Hagen hatte sich mit Desinfektionsmittel übergossen und angezündet. Im Nachbarzimmer starb ein 41-jähriger Mann aus Marl, nach einer Operation bewegungsunfähig. 16 Menschen wurden verletzt, sieben von ihnen lebensgefährlich. Inzwischen geht es allen Patienten den Umständen entsprechend besser. Keiner befindet sich mehr in Lebensgefahr.

BOCHUM Die ersten Vermutungen der Ermittler nach dem Klinikbrand in Bochum haben sich bestätigt: Eine Patientin hat in Selbstmordabsicht Feuer gelegt. Die Ermittler korrigierten unterdessen die Zahl der Verletzten nach unten. Warum sich das Feuer so schnell ausbreitete, dazu gibt es auch eine Theorie.mehr...

 

Großbrand im Bergmannsheil

Das Feuer zerstörte den Dachstuhl und die oberen Etagen des Bergmannsheil-Krankenhauses in Bochum.
Das Feuer zerstörte den Dachstuhl und die oberen Etagen des Bergmannsheil-Krankenhauses in Bochum.
Das Feuer zerstörte den Dachstuhl und die oberen Etagen des Bergmannsheil-Krankenhauses in Bochum.
Das Feuer zerstörte den Dachstuhl und die oberen Etagen des Bergmannsheil-Krankenhauses in Bochum.
200 Feuerleute sind am im Bochumer Bergmannsheil im Einsatz.
Mehrere Stockwerke mussten evakuiert werden.
Das Feuer zerstörte den Dachstuhl des Universitätskrankenhauses.
Die Flammen waren weithin sichtbar.
Mehrere Stockwerke mussten evakuiert werden.
Mehrere Stockwerke mussten evakuiert werden.
Die Flammen waren weithin sichtbar.
Die Flammen waren weithin sichtbar.

 

So erlebte Patient Dirk Stein aus Waltrop die Nacht: 

 

Das Feuer hatte sich in der Brandnacht rasend schnell ausgebreitet. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hat dies mit der Bauweise des Gebäudes zu tun, da das Dach bis zum 6. Stock hinunterragt. Im sechsten Stock lag das Zimmer der Frau, die sich mit Desinfektionsmitteln übergoss und anzündete, um sich das Leben zu nehmen. Schnell kam von Patientenschützern Kritik auf und die Frage, ob Sprinkleranlagen die Katastrophe hätten verhindern können. Das Bergmannsheil verwies jedoch darauf, dass alle Vorschriften eingehalten und überprüft wurden. 

 

 

 

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