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Verbraucherzentrale

Bessere Schuldnerberatung für Erwerbstätige

BOCHUM In die Schuldenfalle geraten schnell auch Erwerbstätige. Weil sie in ihren Jobs oft nur wenig Geld verdienen. Ein neues Projekt der Verbraucherzentrale Bochum will nun stärker Geringverdiener beraten – und fordert zugleich eine gesetzliche Neuregelung der Schuldnerberatung.

Teilzeitverträge, Minijobs, Leiharbeit – die Liste sogenannter atypischer Arbeitsverhältnisse ist lang. Gemein haben sie alle eines: Kaum einer dieser Jobs bringt mehr Geld in die Haushaltskasse als unbedingt zum Leben notwendig ist. „Dadurch kann schon eine kaputte Waschmaschine zur Katastrophe werden“, sagt Kim Redtka, Schuldnerberaterin bei der Verbraucherzentrale Bochum.

Das ist jedoch nicht das einzige Problem für Erwerbstätige, die Schulden gemacht haben. Denn im Gegensatz zu Menschen, die sich gerade in Arbeitslosigkeit befinden, haben Erwerbstätige keinen Rechtsanspruch auf Beratung. „Dadurch ergeben sich oft lange Wartezeiten“, sagt Redtka.

Angebot für Arbeitgeber

Während Arbeitslose derzeit bei der Verbraucherzentrale problemlos innerhalb von 14 Tagen beraten werden können, müssen Erwerbstätige bis zu 12 Wochen warten. „Das wollen wir hier in Bochum aber eigentlich gar nicht“, so die Beraterin – auch weil sich manche Schuldner in ihrer Not an unseriöse Anbieter wenden und in manchen Fällen nur noch mehr Schulden anhäufen.

Deshalb hat die Verbraucherzentrale das Projekt „Vorschub“ entwickelt. Gefördert von der Stadt Bochum soll es die Wartezeiten für Erwerbstätige verkürzen – und zugleich auch Ansprechpartner für Arbeitgeber sein, deren Mitarbeiter von Lohnpfändung betroffen sind. „Die Arbeitgeber könnten dann gezielt auf Beratungsangebote hinweisen“, sagt sie.

Zugleich wollen die Verbraucherzentralen ein Umdenken beim Gesetzgeber, sagt Radtke: „Der Rechtsanspruch auf Schuldnerberatung sollte auch für Erwerbstätige im Sozialgesetzbuch festgeschrieben werden.“  

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