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Vier Jahre Haft

Betrug: Ex-Ärztin aus Bochum zum dritten Mal verurteilt

BOCHUM Teure Häuser und ein Luxustaschengeld für den Sohn: Jahrelang hatte eine ehemalige Ärztin aus Bochum auf großem Fuß gelebt. Was jedoch kaum jemand wusste: Ihr Reichtum basierte auch auf Abrechnungsbetrug. Jetzt muss sie ins Gefängnis.

Die 51-Jährige hatte schon 2008 damit begonnen, Leistungen abzurechenn, die gar nicht erbracht wurden. Zahlen mussten Krankenkassen und Sozialämter. Im Jahr 2010 war sie deshalb das erste Mal verurteilt worden. Damals hatte es die Richter allerdings noch bei einer neunmonatigen Bewährungsstrafe belassen.

Das änderte sich im Sommer 2015. Weil die Ärztin einfach wietergemacht hat, griffen die Richter diesmal hart durch. Die Strafe: drei Jahre Gefängnis.

Keine Zulassung mehr

Doch auch das hat bei der 51-Jährigen offenbar keinerlei Eindruck hinterlassen. Ihre Zulassung zur Ärztin hatte sie inzwischen zwar zurückgeben müssen, doch das hielt sie nicht davon ab, weiter zu betrügen. In der kurzen Zeit vor Antritt ihrer dreijährigen Haftstrafe hat sie erneut Leistungen abgerechnet, die nicht erbracht wurden. Diesmal als Geschäftsführerin eines Pflegedienstes.

Und so war es am Dienstag zu Prozess Nummer drei gekommen. Ein Jahr haben die Richter am Ende auf die drei Jahre Haft draufgepackt. Die Ex-Ärztin schien mit den vier Jahren zufrieden. Ihre beiden Verteidiger bekamen sogar ein Küsschen auf die Wange.

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