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Blüten-Geschäfte: Autohändler muss über drei Jahre ins Gefängnis

BOCHUM Ein Gebrauchtwagenhändler auf Einkaufstour, das war der äußere Schein. Doch das wahre Gesicht des Mannes zeigte sich bei seinen illegalen Geschäften im ganzen Ruhrgebiet. Gestern wurde der Bulgare wegen Handels mit Falschgeld vom Bochumer Landgericht zu einer Haftstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt.

Der 47-Jährige hatte Blüten mit einem Nennwert von 50 000 Euro nach Deutschland geschmuggelt und versucht, sie an den Mann zu bringen.

Mit 29 500 in 200-Euro-Scheinen war der Mann am 2. Juni 2008 geschnappt worden. Er war auf einen Lockvogel der Polizei hereingefallen. Zuvor hatte er die übrigen Blüten für insgesamt 3400 Euro verkauft. Im Prozess hatte er sich nur schleppend zu einem umfassenden Geständnis durchgerungen. Erst erzählte er von seinem Autoeinkauf in Deutschland. Dann, ganz nebenbei, erwähnte er, dass er auch Falschgeld dabei gehabt habe. Allerdings seien das nicht 50 000, sondern 34 000 gewesen. Das hörten sich die Richter zunächst geduldig an, doch am vorletzten Prozesstag gab es vom Vorsitzenden Richter eine klare und deutliche Ansage: Diese Aussage könnten sie so höchstens als Teilgeständnis werten. Also werde man voll in die Beweisaufnahme einsteigen. Und sollte sich herausstellen, dass es doch 50 000 waren, dann werde die Strafe deutlich höher ausfallen, als mit den Verteidigern besprochen.

Die Ansage zeigte Wirkung. Nach einer kurzen Besprechung mit den Anwälten, räumte der Bulgare die gesamten Vorwürfe ein.

Das schlug sich gestern auch im Urteil nieder. Ebenso, dass der Angeklagte noch keine Vorstrafen hat, "obwohl vieles dafür spricht, dass das nicht die erste Tat war", so der Vorsitzende Richter. Einen faden Beigeschmack löste die Tatsache aus, dass das gesamte Geschäft durch einen V-Mann der Polizei angestoßen worden war. Auch das wertete das Gericht gestern strafmildernd.

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