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Blutgefäße unter Druck

BOCHUM Die Hälfte der Erwachsenen hat einen zu hohen Blutdruck - ja, die ab 18 Jahren. Aber nur etwa 30 Prozent von ihnen wissen das, weil sie sich untersuchen lassen.

Dabei ist Bluthochdruck die Erkrankung, die weltweit die meisten Todesfälle produziert, weil sie ernsthafte Folgeerkrankungen verursacht. Deshalb klärte die Hochdruckliga bei einem Arzt-Patientenseminar am Samstag im RuhrCongress über die Therapiemöglichkeiten auf. Das Seminar fand statt auf der 31. wissenschaftlichen Jahrestagung der Hochdruckliga.

Erschwerend hinzu kommt, dass von 30 Prozent der bekannt Erkrankten nur etwa 20 Prozent einen gut eingestellten Blutdruck haben. Und das, obwohl sie Tabletten nehmen und ihre Lebensweise umgestellt haben. "Vielfach ist die Ursache des Bluthochdrucks nicht ausreichend geklärt", erklärte Lars-Christian Rump (Foto), der Präsident der Tagung. Ursachen können zum Beispiel Nierenerkrankungen, lange Atempausen während des Schlafes oder auch hormonelle Gründe sein.

Bewegung hilft

Ein erhöhter Blutdruck liegt vor, wenn der Blutdruck länger andauernd über dem Wert von 140/90 liegt. Aber bevor Tabletten zum Einsatz kommen, versuchen die Mediziner zunächst andere Mittel. "Dazu gehört die Normalisierung des Gewichts und eine kochsalzarme Ernährung", erklärte Rump. Aber auch regelmäßiger, moderater Sport reguliert entglittene Blutdruckwerte sehr gut. "Bewegung senkt den Spiegel der schlechten Blutfettwerte und verbessert die Zuckerverwertung im Blut, er beeinflusst den Stoffwechsel also günstig." Dadurch sinken die Werte oft schon auf ein gutes Maß.

Eine praktische Unterstützung bieten auch die Selbsthilfegruppen der Hochdruckliga. "Zu unseren Treffen kommen Ärzte, Ernährungsberater und auch die Polizei", erklärte Ruth Liebrecht von der Gruppe in Herten.

Bochumer Gruppe

Die Polizei? "Ja, es ist erwiesen, dass viele ältere Leute abends Angst haben auf den Straßen. Stress aber lässt den Blutdruck steigen". Und darüber sollten die Ordnungshüter doch Bescheid wissen. "Oder wir bieten auch ein Sicherheitstraining an", sagte sie. In Bochum möchten sie demnächst auch eine eigene Gruppe bilden. "Wir sind der Meinung, dass jede größere Stadt so etwas haben sollte".

www.hochdruckliga.de

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