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Bochum: Röntgen-Bild kommt nicht mehr in die Tüte

QUERENBURG Ärzte tragen große braune Umschläge mit Röntgenbildern durch das Krankenhaus - das ist Schnee von gestern. "Befunde und Diagnosen werden jetzt am Computer-Monitor gestellt", betonen Jörg Holstein und Klaus Kleber.

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Klaus Kleber von Visus Technology Transfers hält für seine Kunden digitale Bilddateien bereit.

Auch Endoskopie-Videos - hier einige Gummibären bei einer Präsentation während des Eröffnungstages - digitalisiert die Firma von Geschäftsführer Jörg Holstein. Lukas

Die beiden sind die Geschäftsführer von Visus Technology Transfer. Das Bochumer Unternehmen öffnete die Pforten ihrer neuen Räume am Freitag im BioMedizinZentrum und ist spezialisiert auf alle Abläufe rund um das medizinische Foto.

Digitale Archivierung

Auch die digitale Archivierung anderer medizinischer Dokumente, wie etwa CT, MRT, Mammographie-Screenings oder Endoskopie-Videos, ist das Metier von Holstein und Kleber, deren Technologieunternehmen im Jahr 2000 aus der Universität Witten/Herdecke hervorgegangen ist.

"Die Nachfrage ist riesengroß", weiß Jörg Holstein. Zumal das von seiner Firma eingesetzte DICOM-Bildformat (Digital Imaging and Communication in Medicine) nicht nur die Foto-Informationen trägt. Auch alle relevanten Patienten-Daten sind in der Datei abgelegt, die per CD oder durch Datenleitungen von Krankenhäusern oder Arztpraxen verschickt werden können. Jedes Bild trägt dabei eine Signatur, die die Echtheit des Dokuments garantiert.

Der von Holstein und Kleber entwickelte JiveX Communication Server ist dabei das Herzstück und die Kommunikationszentrale. Er stellt alle Verbindungen her - und sorgt für das sichere, schnelle Auffinden der Bildbefunde.

Zudem seien für die medizinischen Einrichtungen durch die neue Technologie erhebliche Einsparungen möglich, erklärt Klaus Kleber: "Ein Negativfilm kostete ein Euro und muss 30 Jahre lang archiviert werden." Das sei nunmehr preiswerter. Zudem sei nunmehr kein großer Archivkeller für die Aufbewahrung mehr nötig. Diesen kann jetzt auch die Augusta-Kranken-Anstalt Bochum auflösen, deren Röntgenbilder Visus derzeit digitalisieren.

Der Wirkungskreis des Bochumer Unternehmens erstreckt sich nicht nur auf das Ruhrgebiet. Holstein und Kleber statteten zuletzt ein Militärhospital in Bahrain mit ihrem System aus.

Stadtrat Paul Aschenbrenner betonte bei seiner Rede zur Eröffnung der neuen Büroräume im BioMedizinZentrum, dass die Stadt Bochum heftig darum geworben habe, dass Visus Technology Transfer hier vor Ort "einen akzeptierbaren und vorzeigbaren Unternehmensstandort erhält."

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