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Zentrale Registrierungsstelle

Bochum wird zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge

Bochum/Düsseldorf Nordrhein-Westfalen will die Registrierung neu angekommener Flüchtlinge effektiver gestalten und richtet eine neue Stelle zur Vorverteilung ein. Die Stelle soll direkten Zugang zur nationalen Flüchtlingsdatenbank bekommen. Ziel ist es, Mehrfachregestrierungen zu vermeiden.

Bochum wird zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge

An der Polizeikaserne am Gersteinring rücken Anfang Mai die Bagger an.

Nordrhein-Westfalen richtet die Erstaufnahme für Flüchtlinge neu aus. Alle ins Land kommenden Asylbewerber sollen zuerst in einer neuen Landeserstaufnahme (LEA) in Bochum in dem bundesweiten Computersystem „Esay“ erfasst werden, sagte ein Sprecher des NRW-Innenministeriums am Mittwoch. Dabei finde ein Datenabgleich statt, ob der jeweilige Flüchtling schon registriert ist. Die eigentliche Registrierung und das Ausstellen des Ankunftsnachweises erfolge dann in einer von derzeit sieben Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes. Im Laufe des Jahres sollen weitere Erstaufnahmeeinrichtungen hinzukommen.

Auch medizinische Untersuchung

Ziel ist eine effektivere Verteilung und die Vermeidung von Mehrfachregistrierungen. „Easy“ ist ein System von Bund und Ländern, die Abkürzung steht für „Erstverteilung von Asylbegehrenden“.

Die neue Bochumer Einrichtung soll im Sommer in einer ehemaligen Polizeikaserne die Arbeit aufnehmen. Von dort sollen die Asylsuchenden auf die bestehenden Erstaufnahmen im Land gleichmäßig verteilt werden. Wer nicht in NRW bleibt, wird direkt in das vorgesehene Bundesland geschickt. Bochum übernehme eine Vorverteilungsfunktion in NRW, sagte der Ministeriumssprecher.

Rund um die Uhr geöffnet

Flüchtlinge, die über die zentralen Drehscheiben wie Düsseldorf NRW erreichen, sollen direkt mit Bussen nach Bochum zur Erstregistrierung gebracht werden. Dort werden sie auch medizinisch voruntersucht. Die Asylsuchenden sollen sich nur wenige Stunden in der LEA aufhalten.

In der neuen Einrichtung werde das Land mit eigenem Personal rund um die Uhr in jedem Einzelfall feststellen, um wen es sich handele und wo die jeweiligen Personen in Deutschland das eigentliche Asylverfahren zu durchlaufen hätten. Sie soll 1000 Menschen Platz bieten.

Innerhalb von 24 Stunden könnten auch 1500 Asylsuchende problemlos im Computersystem erfasst werden, hieß es. Die eigentliche Erkennungsdienstliche Behandlung werde später in den Erstaufnahmen vorgenommen. Dort bekommen die Flüchtlinge auch ersten Kontakt zu einer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

DORTMUND Seit fast fünf Jahren drängt die Stadt darauf, das für Asylanträge zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) bei der Erstaufnahme von Asylbewerbern direkt mit ins Boot zu holen. Doch erst jetzt kommt langsam Bewegung in die Sache.mehr...

von dpa

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