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Bochumer Bürger wollen die Frauen-Fußball-WM

BOCHUM Nur noch drei Wochen. Dann muss sich die Stadt Bochum entschieden haben, ob sie 2011 Standort für die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen werden will, oder nicht. Die notwendigen Investitionen würden sich auf rund drei Millionen Euro belaufen (wir berichteten).

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Giulia, Julia und Mandy (v.l.) würden sich freuen, sich die Spiele der Frauen-WM in Bochum anzuschauen.

Dennoch sind viele Bürgerinnen und Bürger für Bochum als WM-Standort. "Wir sind eigentlich schon dafür, obwohl drei Millionen Euro eine Menge Geld sind" sagen die Freundinnen Giulia Otta (14), Julia Nett (14) und Mandy Habel (15). "Wir würden aber auf jeden Fall hingehen und uns die Spiele anschauen."

Auch Katrin Freitag-Wißuwa (38) ist bereits im Fußballfieber. "Ich bin dafür. Ich schaue mir die Spiele dann zusammen mit meinem Sohn an. Ich bin Bochum-Fan und er hat eine Dauerkarte für Dortmund."

Karin Marciniak (66) sieht die Sache kämpferisch "Ich finde das sehr gut", erklärt sie: "Es gibt tolle Frauen in der WM-Gruppe. Warum sollten wir hinter den Männern stehen? Ich sage immer: Ran an die Front."

Aber natürlich freuen sich auch die Männer auf die Frauenfußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land. Der Sportwissenschaftler Tobias Wobbe (29) betrachtet neben der sportlichen auch die wirtschaftliche Seite der WM. "So eine Weltmeisterschaft bringt viele Chancen. Es kommen viele Gäste in die Stadt. Die Gastronomie und die Hoteliers profitieren davon. Das tut Bochum als Standort gut. Der deutsche Frauenfußball muss sich, als amtierender Europa- und Weltmeister sicher nicht verstecken."

 

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