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Aktion am 26. Juni

Bochumer Künstler werden gemeinsam für Opel aktiv

BOCHUM Mit einer großen Versammlung auf dem Platz vor dem Schauspielhaus protestiert die Bochumer Künstlerszene von Goosen über BoSy und die Fidena bis zum Prinz-Regent-Theater, Rottstraße und Starlight Express am 26. Juni gegen die Opel-Werksschließung. Mit Musik, Lesungen, Redebeiträgen und einem Film soll deutlich gemacht werden: "Die Arbeit bleibt hier".

Bochumer Künstler werden gemeinsam für Opel aktiv

Dem Kampf um Opel schließt sich nun auch die Bochumer Kunst- und Kultur-Szene an.

Das Bangen um die Zukunft von Opel geht in die nächste Runde: Bis 2016 soll das Bochumer Werk die Produktion behalten. Aber für die Zeit danach hat die Konzernleitung die Schließung des Bochumer Opel-Werkes angekündigt. Es wurden weitere Verhandlungen vereinbart, doch es bleiben viele Fragen offen. Nichts ist gesichert.

Im Spiel sind Detroit, Rüsselsheim und Gleiwitz, europäische Produktionsstandorte, Umsatzzahlen und Absatzmärkte, doch die Antworten und Entscheidungen betreffen die Zukunft von Menschen in Bochum. 3.500 Beschäftigte und ihre Familien sind direkt betroffen und viele weitere zehntausende Arbeitsplätze hängen von der Produktion im Opel-Werk ab. Doch es geht nicht nur um sie, es geht um die Zukunft der ganzen Stadt und die sollte nicht in Detroit entschieden werden, finden die vereinigten Bochumer Künstler. "Wir sind dazu aufgerufen, uns den drängenden Fragen zu stellen: Wie können wir in dieser Stadt auch in Zukunft zusammenleben? Wie können wir Arbeit und Bildung, Familie und Kultur zukünftig gestalten? Wie können wir neue Wege gehen, um die Stadt miteinander sozial und gerecht zu teilen? Wird es gelingen, den Kampf um das Opel-Werk zu nutzen, um uns aktiv den Herausforderungen der Zukunft zu stellen? Die Schließung des Werkes ist um mindestens vier Jahre aufgeschoben worden – vier Jahre, die wir nutzen sollten, um aktiv Perspektiven für Bochum zu entwickeln", heißt es in dem Aufruf, den die Bochumer Künstler zur gemeinsamen Aktion verfasst haben.

Das Schauspielhaus Bochum und Bochumer Künstler laden zu einer Versammlung für die Zukunft der Stadt und die Zukunft des Opel Werkes ein: Am Dienstag, 26. Juni, beginnt um 19.30 Uhr das Programm auf dem Platz vor dem Schauspielhaus   Musik, Lesungen und Beiträge von Ensemblemitgliedern des Schauspielhauses und vielen Künstlern wie Frank Goosen, den Bochumer Symphonikern, Armin Rohde, X-Vision, Hennes Bender, dem Bahnhof Langendreer, der Fidena, dem Prinz Regent Theater, Rottstr 5 Theater, Ensemblemitglieder von Starlight Express und dem VfL Bochum, sowie dem Museum Bochum, dem Kulturhaus Bochum e.V. Thealozzi und dem Theater Total sind geplant. Es sprechen die Bochumer Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz, Rainer Einenkel, Betriebsratsvorsitzender des Bochumer Opel Werkes, Ulrike Kleinebrahm, IG Metall Bochum und die Bochumer Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Gudrun Müller.

Ab ca. 21.30 wird der Dokumentarfilm „Opel – Chronik eines Schicksalsjahres“ gezeigt. Ein Jahr lang haben die Grimme-Preisträger Ulrike Franke und Michael Loeken im Rahmen des Kulturhauptstadtprojekts „Next Generation“ den Alltag der Auszubildenden im Opel-Werk II mit der Kamera dokumentiert und sie dabei nach ihren Wünschen und Erwartungen gefragt. Was erhoffen sich diejenigen von der Zukunft, deren Arbeitsleben schon am Anfang ungewiss ist? Die dokumentarische Installation ist Teil eines WDR-Films, den die renommierten Dokumentarfilmer zurzeit fertig stellen.

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