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Bochumer Polizei findet gestohlenen Rollstuhl: Ahmed (10) lacht wieder

BOCHUM Jetzt kann der zehnjährige Ahmed Allaoui wieder lachen: Dreiste Diebe hatten - wie berichtet - dem spastisch gelähmten Jungen in den Nacht zu Mittwoch den Rollstuhl gestohlen, eine Spezialanfertigung, auf seine Bedürfnisse zugeschnitten. Am Freitagmorgen ist der Rolli durch einen Zufallsfund der Polizei wieder aufgetaucht.

Bochumer Polizei findet gestohlenen Rollstuhl: Ahmed (10) lacht wieder

Ahmed (10, vorne) jubelt vor Freude: Der spastisch gelähmte Junge hat seinen gestohlenen Spezial-Rollstuhl wieder. Mit ihm freuen sich seine Familie und Mechthild Gornik (2.v.r.) von der Bochumer Gomel-Hilfe, die ihm noch einen zweiten Rollstuhl geschenkt hat.

"Mein schöner blauer Rollstuhl - er ist wieder da!" Ahmed Allaoui ist ganz aus dem Häuschen. Endlich kann sich der Drittklässler wieder selbstständig bewegen. Kann zum Spielplatz fahren, zu Freunden. Oder seine Familie beim Spaziergang begleiten. "Wir sind überglücklich, ein Riesenproblem ist gelöst", freut sich Ahmeds Vater Fadi Allaoui. "Völlig überraschend" hätten laut Fadi Allaoui die Bochumer Kriminaloberkommissare Aron Buche und Michael Schulze am Freitagmorgen an der Wohnungstür geläutet und den gestohlenen Rollstuhl zurückgebracht. "Ein absoluter Zufallsfund", erklärt der Bochumer Polizeisprecher Frank Plewka.

Seinen Angaben zufolge hatte eine Bochumer Familie am Freitagmorgen nach der Rückkehr aus dem Urlaub einen Wohnungseinbruch gemeldet. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatten sich die Einbrecher während der Abwesenheit der Urlauber in deren Wohnung einquartiert, den aufgebrochenen Unterschlupf vermutlich als Zwischenlager für Diebesgut genutzt. Darunter auch Ahmeds Rollstuhl. Wie Plewka weiter berichtet, hätten die Diebe Elektrogeräte aus der Wohnung gestohlen - und den Rollstuhl dort zurückgelassen. Begeistert ist die Familie Allaoui nicht nur darüber, dass der Spezial-Rolli wieder aufgetaucht ist, sondern vor allem auch über die Hilfsbereitschaft ihrer Mitmenschen: Auf die Berichterstattung über den Rollstuhl-Diebstahl hin haben zahlreiche Leserinnen und Leser in mehreren Redaktionen unserer Zeitung dem bestohlenen Ahmed spontan finanzielle und materielle Hilfe angeboten. "Für diese Gesten möchten wir uns ganz, ganz herzlich bedanken", sagt Fadi Allaoui.

Unterstützung kann die Familie Allaoui auch weitherhin gut brauchen. "Ihnen fehlt das Geld, um mit Ahmed zu einer Operation in einer Spezialklinik für spastisch Erkrankte nach  Aschau im Chiemgau zu reisen", weiß Mechthild Gornik vom Bochumer Hilfswerk Gomel-Hilfe. Spontan hatte sich Gornik am Freitag dem Fall Ahmed angenommen. Die OP ermögliche es Ahmed vielleicht, in Zukunft laufen zu können, erklärt der Vater. Mechthild Gornik hat auch erfahren, dass der Junge Haltegriffe im Spielzimmer, eine Gymnastik-Liege und einen Toiletten-Sitz benötige. Einen zweiten Rollstuhl hat die 61-Jährige Ahmed am Freitagmorgen aus Beständen der Gomel-Hilfe geschenkt, den der Junge künftig in der Schule nutzen wird. "Die Gomel-Hilfe wird sich für Ahmed weiter stark machen", sagt Gronik. Wer die Organisation dabei unterstützen möchte, kann sich mit ihr in Verbindung setzen unter Tel. 0170-9507030 oder 0234-797731 (Internet: www.gomel-hilfe-bochum.de). Unser Wittener Leser Josef Maluga hat sich schon dazu entschlossen, will Ahmed unbedingt unterstützen. "Aus meiner Uhrensammlung verkaufe ich zwei Exemplare", so Maluga. 2000 Euro will er an die Gomel-Hilfe weiterleiten.  

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