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Prozess in Bochum

Brandstifter in die Psychiatrie eingewiesen

BOCHUM Nach einem Brandanschlag auf das Rathaus von Recklinghausen ist ein Handwerker (50) am Bochumer Landgericht auf unbestimmte Zeit in die Psychiatrie eingewiesen worden. Schon vor der Brandnacht war der psychisch kranke "Feuerteufel" bei Anwohnern als ständiger Unruhestifter und Stalker aufgefallen.

Brandstifter in die Psychiatrie eingewiesen

Die 10. Strafkammer stufte den Brandstifter im Urteil sinngemäß als unberechenbaren Gefahrenherd ein. Aktuell besteht in den Augen der Bochumer Richter in Freiheit jederzeit eine ernste und anhaltende Gefahr, dass der Recklinghäuser zum Wiederholungstäter werden könnte. Einzig eine durchgehende Betreuung und Behandlung in einer geschlossenen Straftäter-Psychiatrie könne die Allgemeinheit vor neuen Anschlägen, Drohungen und Ausrastern schützen. Eine klassische Bestrafung - wie etwa Haft oder Geldstrafe - war mit Blick auf die von einem Gutachter bescheinigte absolute Schuldunfähigkeit des 50-Jährigen schon von vorneherein ausgeschlossen gewesen.

Zwei Autos ausgebrannt

Der Beschuldigte hatte am 23. Januar zahlreichen Anwohnern in der Altstadt von Recklinghausen die wohl dramatischste und unbequemste Nacht ihres Lebens bereitet. Nur wenige Tage nach seiner verbalen Drohung, Anwohnern das Auto anzuzünden, hatte der der 50-Jährige Benzin in Flaschen gefüllt und mit den Flaschengeschossen erst parkende Pkw – später sogar die Tür des Rathauses beworfen. Ein Smart und ein Opel waren niedergebrannt. Das Feuer am Rathaus war glücklicherweise von selbst wieder erloschen.  

Vor Gericht hatte der Recklinghäuser die Brandanschläge zugegeben. Der 50-Jährige leidet bereits seit Jahren an Psychosen, zuletzt konkret unter  Wahnvorstellungen, dass er von Schwerkriminellen umgeben sei. So auch in der Brandnacht. „Ich wollte die Öffentlichkeit einfach in Kenntnis setzen“, hatte der 50-Jährige im Prozess erklärt. Erst wenn Gutachter ihm irgendwann bescheinigen sollten, dass er nicht mehr akut gefährlich ist, hat der Brandstifter wieder eine Chance auf ein Leben in Freiheit.

 

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