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Buchhandlung kann trotz Verzögerung rechtzeitig liefern

WITTEN Kommen die Schulbücher pünktlich? Diese Frage hat die Stockumer Buchhändlerin Gudrun Gronau in den letzten Wochen ganz schön ins Schwitzen gebracht.

Buchhandlung kann trotz Verzögerung rechtzeitig liefern

Ob Englisch oder Mathe, alle Bücher sind angekommen - da hat Ingrid Weiß, die Leiterin der Baedecker-Grundschule (MItte) gut lachen. Gudrun Gronau (li,) Marion Janke (r.) werden alle Schulen pünktlich beliefern.

Denn der Verlagsservice Braunschweig (VSB), über den sie die Bücher aus den Verlagen Schroedel, Westermann und Diesterweg bezieht, war wegen einer Umstrukturierung in Lieferrückstand geraten.

Erst Freitag hatte das Zittern für die Stockumer Buchhändlerin, die den Großteil der Wittener Schulen versorgt, ein Ende: Die ersehnte Lieferung traf ein. „Die Bücher hätten aber schon vor drei Wochen hier sein sollen“, weiß Mitarbeiterin Marion Janke. Die Verzögerung habe viel Zeit und Geld gekostet. Schließlich müssten mehrere Schulen jetzt zweimal angefahren werden.

Die Buchhändlerinnen versorgten am Montag die Baedeker-Grundschule in Annen genau so wie das Ruhr-Gymnasium. „Ins Gymnasium haben wir 1,5 Tonnen Bücher getragen“, kann Chefin Gudrun Gronau am Nachmittag zufrieden bilanzieren. Und Ingrid Weis, die Leiterin der Baedecker-Schule, lobt sie strahlend: „Traditionell funktioniert die Zusammenarbeit mit diesem Wittener Unternehmen gut.“ Nur mit Grausen erinnert sie sich an die Jahre in denen nach europaweiter Ausschreibung ein auswärtiges Unternehmen den Zuschlag von der Stadt erhalten hatte: Das sei damals chaotisch abgelaufen.

Gudrun Gronau und Marion Janke haben ihren festen Ablauf für die alljährliche große Bücherverteilaktion in den Sommerferien: „Wenn andere Ferien machen, geht es bei uns richtig rund. Wir müssen jedes Buch vier- bis fünfmal anpacken“, beschreibt Marion Janke. Jede Schule bekommt ihren individuellen Service. Dass es in diesem Jahr knapp geworden ist, lag völlig außerhalb der Verantwortung des engagierten Duos: „Auch wenn ich eine Bestätigung vom VSB hatte, dass die Schuld für die Verzögerung nicht bei uns liegt, ist man in den Augen der Kunden letztlich doch verantwortlich“, ist Gudrun Gronau glücklich, dass nun doch noch alle Klassensätze rechtzeitig eingetroffen sind. Diese Woche ist für ihr kleines Team mit den Auslieferungsfahrten noch ziemlich stressig, ab Montag können dann die nach den Ferien entspannten Schüler ihre Nasen in die Bücher stecken.

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