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Buddha und Wischmopp

BOCHUM Es ist ein Glücksfall für den Kunstverein Bochum. Matthias Brinkmann wollte im Haus Kemnade nicht nur seine Werke ausstellen, sondern die Wasserburg selbst zum Thema seiner Zeichnungen machen.

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Für Beckmann ein Motiv: Ein Netsuke aus der Sammlung Ehrich.

...so zeichnet Matthias Beckmann sich selbst.

so zeichnet Matthias Beckmann sich selbst

So entdeckte im Sommer unser Fotograf Michael Grosler den Künstler...

Im Sommer wanderte der Künstler mit Block und Stift durch die Räume. Die Mine 0,5 2B gab seiner Ausstellung jetzt den Titel.

Doch der Kunstverein zeigt nicht nur rund 60 der Arbeiten Beckmanns. Entstanden ist ein kleines Büchlein, das mehr als ein Ausstellungskatalog ist. Es kann vielmehr als ein ungewöhnlicher Führer durch Haus Kemnade dienen und ist damit weit über die Ausstellung hinaus für Besucher interessant. Möglich wurde dies erst durch viele Sponsoren. Die Zeichnungen in so guter Qualität zu drucken, ist teuer. Doch für dieses Projekt, so Reinhard Buskies vom Kunstverein, war es nicht schwierig Unterstützung zu finden.

Bundestag

Schon immer war Buskies begeistert von den Zeichnungen Beckmanns, der grundsätzlich in Museen und Institutionen wie beispielsweise dem Bundestag zeichnet. Ursprünglich wollte er nur dessen Zeichnungen ausstellen. Doch der Berliner Künstler informierte sich über die Wasserburg mit ihren verschiedenen Sammlungen. "Das fand er spannend", erzählt Buskies. Und so zeichnete er im Sommer die Besucher, die zu Kemnade International kamen, genauso aber auch die Instrumente der Sammlung Grumbt, große und kleine Buddhas und Netsukes, Spardosen aus der Schatzkammer und alte Kinderwiegen aus dem Bauernhausmuseum. Alle Arbeiten sind streng linear. Beckmann stützt sich nicht auf fotografische Hilfsmittel und auch einen Radiergummi hat er nicht im Gepäck.

Aura und Alltag

Wie gewohnt richtete er seine Aufmerksamkeit nur zu einem Teil auf die Ausstellungen. Genauso wichtig wie die museale Weihe ist ihm die profane Ebene. "Ambivalenz von Aura und Alltag" nennt Buskies das Thema des Künstlers. Dreifach-Steckdosen, der Feuerwehrschlauch neben der knieenden Barockfigur, der Wischmopp, der noch an der Wand lehnt, oder der Fliegenfänger im Mitarbeiterraum sind Motive, die Beckmann reizen und den Betrachter schmunzeln lassen. 

 

 Matthias Beckmann: 0,5 2B, Haus Kemnade, bis 13. Januar, Eröffnung: Sonntag, 11. November, 11 Uhr. www.kunstverein-bochum.de

 

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