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Falsche Bankdaten für ein Sky-Abo

41-Jähriger wegen Computerbetrugs vor Gericht

Castrop-Rauxel Weil er bei Sky auf der schwarzen Liste stand, griff der 41-Jährige zu einem Trick - und nutzte dabei die Gutmütigkeit eines guten Freundes aus. Dafür musste er sich jetzt vor Gericht verantworten.

41-Jähriger wegen Computerbetrugs vor Gericht

Ein 41-Jähriger hatte die Gutmütigkeit eines Freundes ausgenutzt und seine Bankdaten für Abos benutzt. Dafür musste er sich jetzt am Amtsgericht verantworten. Foto: Jens Lukas

Er wollte seinem Sohn etwas bieten, wenn er am Wochenende bei seinem Papa war. Dazu, so dachte der 41-Jährige, sei auf jeden Fall die Aufrüstung des Fernsehers mit dem Bezahl-Sender Sky wichtig. Das Problem: Der Mann stand bei Sky auf der schwarzen Liste, wurde als Kunde nicht akzeptiert.

Deshalb dachte er sich einen Trick aus, der ihn nun vor den Richter brachte. Angezeigt von einem guten Freund, dessen Gutmütigkeit er ausnutzte. „Sie haben sich unter falschem Namen angemeldet und die Bankdaten des Bekannten genannt“, so formulierte der Richter am Castrop-Rauxeler Amtsgericht die Anklage wegen Computerbetrugs.

Verträge bei Sky, Vodafone und Unitymedia

Vor einem Jahr hatte sich der Angeklagte bei Sky auf diese Weise einen Vertrag erschlichen, kurz darauf auch bei Vodafone und Unitymedia. Die Pakete mit der Hardware, die noch immer in seiner Wohnung ist, wurden ihm trotz der falschen Namensangabe ausgehändigt.

Mit dieser Anklage konfrontiert, sagte der 41-Jährige, dass er an diese Dinge kaum noch Erinnerung habe. „Ich war schwer angeschlagen, die Scheidung und der Kampf um das Sorgerecht haben mir zugesetzt. Ich hab vom morgens bis abends Alkohol und Amphetamine konsumiert“, sagte er. Und fügte hinzu, dass es ihm sehr leid tue.

Bankdaten nicht geändert

Aus Mitleid hat ihm ein Freund damals seine Bankdaten genannt. „Weil mir der kleine Junge leid tat“, sagte er. Betonte aber, nur für das Sky-Abo eingesprungen zu sein mit der Zusicherung, dass der Kumpel die Bankdaten nach der Akzeptierung umgehend ändert, damit ihm keine Kosten entstehen.

„Hab ich vergessen“, so der Angeklagte. Und über die beiden folgenden Abos hat er den Freund gar nicht informiert. Der erfuhr erst durch die Bankabbuchungen davon, die er mithilfe des Bankangestellten stornierte. „Die Bank forderte mich auf, den Betrug bei der Polizei anzuzeigen“, erklärte der Zeuge. Denn eigentlich seien sie ja noch immer Freunde – trotz der Vorfälle.

Vertrag eingestellt

Das Urteil: In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der erste Anklagepunkt, der Vertrag mit Sky, eingestellt. Da hatte der Freund zugestimmt. Die beiden folgenden Abos wurden als Computerbetrug gewertet und mit einer Geldstrafe über 250 Euro belegt. In kleinen Raten, weil die Finanzlage des Angeklagten äußerst eng ist.

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