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Alle Neune für „Koks Erin“

CASTROP-RAUXEL Man muss auch die Neun mal gerade sein lassen, schien es am Mittwochabend in der „Zunftstube“ an der Bochumer Straße zu heißen.

Alle Neune für „Koks Erin“

70. Jubiläum feiert der Kegelclub "Koks Erin".

Denn statt die Kugeln rollen zu lassen, saßen die Vereinsmitglieder des Kegelclubs „Koks Erin“ an festlich gedeckter Tafel und ließen sich zur Feier des Tages Gänsekeule mit Rotkohl schmecken. In lustiger Runde erinnerten sich die neun Kegelschwestern und sechs Kegelbrüder an 70 Jahre Vereinsgeschichte.

„Früher haben wir mehr gekegelt, aber das hält nur auf“, scherzt Peter Sperz, dessen Vater ihn bereits mit 15 Jahren schon mit zum Kegelclub nahm. Im Zwei-Wochen-Rhythmus trifft sich der Verein, in dem es schon immer mehr um die Geselligkeit als um sportliche Wettkämpfe ging. „In den Anfangszeiten waren wir über 30 Leute, zehn haben gekegelt, zehn Karten gespielt und zehn gesungen“, erinnert sich Vereinspräsident Hans Reckinger, den seine Mitstreiter auch den „Kegelbaas“ nennen. Das älteste Mitglied ist Edmund Hähne mit 87 Jahren.

Über 15 Kegelbahnen hat der Club im Laufe der Jahre schon bespielt. Die Bahn des ehemaligen Hotels „Haus Schween“ wird Sperz noch lange nicht vergessen „Wenn es regnete, war die Bahn oft nass, und es spritzte richtig, wenn die Kugel auf die Bahn traf.“ Im Frühjahr 1938 wurde der Kegelverein von 17 Arbeitskollegen der Kokerei Erin gegründet. Auf das Betriebsklima hatte das Kegeln so gute Auswirkungen, dass sogar die Arbeitszeit zu Gunsten der Kegelzeiten verkürzt wurde.

„Die Nachtschicht fing dann schon um 19.30 Uhr statt um 20 Uhr an, damit die Mittagsschicht kegeln konnte“, erinnert sich Peter Sperz. Sogar während des Krieges trafen sich die Kegler, aber als 1984 die Kokerei stillgelegt wurde, nahm auch die Anzahl der Kegelbrüder ab. Bis dato war „Koks Erin“ ein reiner Männerverein, doch wurden ab 1993 auch die Ehefrauen aufgenommen. „Ohne die Frauen gäbe es den Verein nicht mehr“, sind sich die Kegelbrüder einig. Unter ihrem Motto „Die Kokerei ist tot, aber der Kegelklub lebt“ hoffen sie auch weiterhin auf ein langes Fortbestehen ihres Vereins.

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