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André Wuttke: Torwart-Routinier kennt beide Seiten des Derbys

CASTROP-RAUXEL Es war ein umjubelter Derbysieg in der Handball-Bezirksliga: TuS Ickern gegen HSG Rauxel-Schwerin, am Ende 29:24. Doch der älteste Spieler des Ickerner Kaders saß nur auf der Tribüne: Torwart André Wuttke, an der Schulter verletzt. Dabei hat das Derby für den 30-Jährigen besondere Relevanz. Er stand bereits für beide Teams zwischen den Pfosten. Ein Porträt.

André Wuttke: Torwart-Routinier kennt beide Seiten des Derbys

Ein Torwart mit starken Nerven: André Wuttke.

"Es ist natürlich gerade beim Derby besonders ärgerlich, wenn man nicht selbst mitspielen kann", sagt Wuttke. Auf den Zuschauerrängen musste sich der verhinderte Torhüter jedoch nach eigenem Bekunden keine allzu großen Sorgen um seine aktuellen Mannschaftskollegen machen. "Ich war eigentlich die ganze Zeit über sicher, dass wir das Spiel gewinnen".

Beim TuS Ickern, für den Wuttke seit Beginn der Saison 2007/08 wieder aufläuft, begann vor rund 15 Jahren auch die handballerische Laufbahn des heute 30-Jährigen. Im B-Juniorenalter nahm Vater Lambert Wuttke, selbst Torwart beim TuS, Sohn André mit zum Training. In der Jugend auch Fußball-Torwart "Das hat auf Anhieb recht gut geklappt, und ich bin dabei geblieben", erinnert sich der heutige Bezirksliga-Keeper. Zuvor hatte sich der junge Wuttke auch schon als Fußball-Torwart bei der SG Castrop versucht - jenem Verein, von dem aus sein berühmter Namensvetter einst seine Karriere bis hinauf zur Nationalmannschaft gestartet hatte. "Unsere Familien sind wohl über zehn Ecken miteinander verwandt", sagt der Handballer über den Fußballer. "Ich kenne Wolfram Wuttke aber nicht persönlich." Für André Wuttke führte der Weg beim TuS Ickern nach dem Übergang vom Junioren- in den Seniorenbereich zunächst in recht hohe Sphären. Die Handballer aus dem Castrop-Rauxeler Norden liefen seinerzeit noch in der Oberliga auf, Wuttke musste allerdings später den Abstieg aus dieser Spielklasse und auch aus der Verbandsliga miterleben.2001 ging es zum Lokalrivalen Rauxel-Schwerin 2001 führte ihn sein Weg vom damaligen Landesligisten Ickern zum Lokalrivalen HSG Rauxel-Schwerin in die Bezirksliga. Der Torhüter folgte dem Ruf des damaligen HSG-Trainer Stephan Pade, mit dem er zuvor beim TuS noch zusammengespielt hatte. "Er ist für mich immer eine sehr wichtige Bezugsperson gewesen", sagt Wuttke über Pade.

So war es auch keine allzu große Überraschung, dass der Torhüter dem Coach folgte, als dieser zur Saison 2007/08 die Seiten innerhalb der Stadt wechselte und beim damaligen Landesliga-Aufsteiger TuS Ickern anheuerte. Die erste Spielzeit endete für die beiden jedoch mit einer Enttäuschung: Der TuS musste den Gang in die Bezirksliga antreten. "Dieser Abstieg war der bislang schmerzhafteste meiner Laufbahn", sagt Wuttke. "Vom Potenzial her hätte diese Mannschaft eigentlich einen Platz im gesicherten Mittelfeld erreichen müssen."

Jetzt beim TuS Ickern: "Wiederaufstieg ist unser Ziel" In der Bezirksliga ist das junge Team trotz des Abstiegs zusammengeblieben, weshalb Routinier Wuttke gute Chancen für ein Erfolgserlebnis am Ende der laufenden Spielzeit sieht. "Der sofortige Wiederaufstieg ist auf jeden Fall unser Ziel", erklärt der Torwart, der nach überstandener Verletzung nach der Winterpause wieder selbst ins Geschehen beim aktuellen Tabellenzweiten eingreifen will.

Der Sprung zurück in die Landesliga wäre auch für Wuttke trotz langjähriger Erfahrung ein besonderes Erlebnis. "Ich habe bislang immer nur Abstiege miterlebt, noch nie einen Aufstieg", schmunzelt der 30-jährige Keeper. Gerne würde er auch noch einmal eine Klasse höher agieren als in der Landesliga - allerdings nur mit dem TuS Ickern. Ein Vereinswechsel steht für Wuttke nicht zur Diskussion. "Der Zusammenhalt in der Mannschaft stimmt", berichtet er über seine derzeitigen Kollegen. "Das ist mir viel wichtiger als irgendwelche finanziellen Aspekte."

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