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Andreas Frackowiak hatte den ersten Server des Ruhrgebiets

CASTROP Andreas Frackowiak hat sie miterlebt, ja mitgeprägt, die Anfänge des Internets im Ruhrgebiet. Ende der 80er-Jahre hatte der heute 43-Jährige im Keller den ersten Internetserver der Region. "Hier war der Quell des Internets im Ruhrgebiet", erzählt Frackowiak. Eine Quelle von 40 Telefonmodems.

Andreas Frackowiak hatte den ersten Server des Ruhrgebiets

Andreas Frackowiak (43), Geschäftsführer von INS.

Heute ist der Castroper Geschäftsführer des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens für Onlinemarketing INS. Von seinem Büro ("Home-Office") an der Gaswerkstraße aus bedient er mit seiner Zehn-Mann-Firma Kunden von Castrop bis Dubai, optimiert und ergonomisiert ihren Internetauftritt.

Der Server steht nicht mehr im Keller, die Telekom ist nicht mehr ständig wegen Störungen dar. Stattdessen hat die INS GmbH ihr Rechenzentrum in Hamburg. "In zehn Millisekunden kann ich darauf zugreifen", sagt Frackowiak, der auch den ersten Web-Auftritt der Stadt gestaltet hat.

Aha-Erlebnis: Internet wird die Welt revolutionieren

"1987 musste ich noch erklären, was eine E-Mail ist", blickt der ehemalige Physik- und Informatikstudent zurück. "Da kannten das nur so Technikfreaks, wie ich einer war." Aus dem Freak wurde ein Fachmann: "Mein Aha-Erlebnis hatte ich, als ich von Castrop-Rauxel aus eine Festplatte an der Westküste der USA über einen Rechner an der Ostküste aktiviert habe. Da wusste ich, das Internet wird die Welt revolutionieren." 1992 gründete Andreas Frackowiak seine erste Internetfirma, verkaufte sie später an via.net.works aus Amerika, war zeitweise dort im Management. "Ich bin aber mit Herz und Blut Unternehmer", stellte Frackowiak alsbald fest und zog sich wieder in die Selbstständigkeit zurück.

Seitdem versucht er seinen Kunden - ob Apotheker, Markisenhersteller oder Versicherer¨- die Vorzüge eines durchdachten Internetauftritts nahezubringen. "Die Website soll nicht mehr Kostenstelle, sondern Erfolgsbeitrag werden", so sein Credo. "Schlechte Websites schaden der eigenen Marke", weiß Frackowiak und animiert seine Kunden, die "eigenen Stärken realistisch, aber positiv darzustellen".

Frackowiak rät etwa von Flash-Elementen ab

Nur schöne, aufwändige Homepages hätten ökonomisch keinen Zweck. Frackowiak rät etwa von Flash-Elementen ab: "Diese Technik verhindert Erfolg, Google kann sie nicht finden und prompt wird man selbst nicht mehr gefunden."

Zwischen 1000 und 5000 Euro müsste ein Unternehmer je nach Aufwand für einen neuen Internetauftritt investieren. Für alle interessierten Online-Händler bietet INS zudem eine selbst entwickelte Shop-Software zum Mietpreis an.

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