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Bienen auf dem Rathaus

Auf dem Dach am Stadtmittelpunkt lebt jetzt ein Bienenvolk

Castrop-Rauxel Hoch oben auf dem Dach des Rathauses lebt seit einigen Tagen ein Bienenvolk. Die Stadtverwaltung hat sich dazu entschlossen, dort neben der bestehenden großflächigen Photovoltaikanlage auch noch einen Bienenstock aufzustellen.

Auf dem Dach am Stadtmittelpunkt lebt jetzt ein Bienenvolk

Imker Antonius Mertenskötter (l.), Grünflächenamtschef Klaus Breuer und Bürgermeister Rajko Kravanja mit dem Bienenstock auf dem Rathaus-Dach.

Der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen konnte den erfahrenen Imker Antonius Mertenskötter dafür gewinnen. Er teilte sein starkes Bienenvolk, brachte einen Ableger mit etwa 5.000 Honigbienen auf das Rathausdach und betreut die Tiere dort auch weiter. Nach der Umsiedlung mussten sich die Bienen zunächst eine Weile am neuen Standort „einfliegen“ und neu orientieren. „Die sogenannte Tracht, der Honigertrag, im Umfeld des Rathauses scheint sehr gut zu sein“, erklärt der Imker.

Viele Gärten rund um den Stadtmittelpunkt

In vielen Gärten rund um den Stadtmittelpunkt, aber auch in der Grünanlage am Hallenbad würden die Bienen viele nektarspendende Pflanzen finden. Sogar der Waldfriedhof Bladenhorst und der Stadtgarten lägen für sie noch in erreichbarer Nähe, ist der Experte überzeugt. Aber auch noch ganz in ihrer Nähe wächst eine neue Nahrungsquelle für die Bienen heran. Denn die Rasenstreifen rund ums Rathaus sowie der Mittelstreifen am Europaplatz entlang des Rathauses werden zur Blumenwiese umgewandelt.

Der Bereich Stadtgrün und Friedhofswesen der Stadtverwaltung hat in den letzten Jahren bereits auf diversen Flächen Wildblumenwiesen und sogenannte Extensivwiesen angelegt, um ökologisch hochwertigere Flächen zu schaffen und die Artenvielfalt zu erhalten und zu stärken. Und auch zukünftig werden nach und nach vor allem pflegeintensive Bodendeckerflächen in artenreiche Wiesenflächen umgewandelt.

Erstes soll nicht das einzige Bienenvolk bleiben

Das erste Bienenvolk auf einem städtischen Grundstück auf dem Rathausdach soll nicht das einzige bleiben. „Wir sind dabei, mit weiteren Imkern zu vereinbaren, Bienenstöcke auf städtischen Flächen aufzustellen und zu betreuen“, so der Leiter des Bereichs Stadtgrün und Friedhofswesen, Klaus Breuer, der es sich nicht nehmen ließ, den 5.000 Bienen gemeinsam mit Bürgermeister Rajko Kravanja einen Besuch abzustatten.

Bis zum Ende der Lindenblüte Ende Juni / Anfang Juli bleibt der Bienenstock auf dem Rathausdach stehen. Dann folgt die Honigernte, und unmittelbar danach wird das Bienenvolk mit einer Zuckerlösung eingefüttert, die den Tieren zur Versorgung der Brut und als Wintervorrat dient, wenn sie nicht fliegen.

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