Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Aus der Magisterarbeit wurde ein Buch

CASTROP-RAUXEL Mit Regionalkrimis hat sich Silke Leuendorf in ihrer Magisterarbeit beschäftigt - und diese im Jahr 2003 abgegeben. Heute, fünf Jahre später, liegt ihre Arbeit als Buch vor.

Aus der Magisterarbeit wurde ein Buch

Silke Leuendorf konnte aus ihrer Magisterarbeit Sekundärliteratur machen.

"Wie die Jungfrau zum Kind bin ich an das Buch gekommen", lacht die 31-jährige Castrop-Rauxlerin, die zurzeit auf Heimaturlaub in der Stadt ist. Seit dem Jahr 2001 lebt Silke Leuendorf, die 1996 an der Willy-Brand-Gesamtschule Abitur gemacht hat, in München.

Im März überraschte die 31-Jährige eine Anfrage des Verlags Dr. Müller, der über eine Hochschulrecherche auf ihre Magisterarbeit "Der Regionalkrimi im Westen von Deutschland: Poetik und Entwicklung eines Genres" aufmerksam geworden war. Der Wissenschaftsverlag wollte die Arbeit gerne als Buch verlegen und forderte ein Manuskript an. "Ich war erst ein wenig skeptisch, da alles nur über E-mails lief", sagt die Redakteurin, die bei der Wochenzeitung Freising arbeitet. Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ihr Freund den Text schreibgeschützt an den Verlag gesandt.

Der E-Mail-Kontakt hielt an, ein Lektor signalisierte, dass es einen Markt für das Buch gibt. "Ich war einverstanden. Mich kostet die Sache nichts, ich bekomme eine Beteiligung", freut sich die 31-Jährige. Am Freitag schließlich hatte Silke Leuendorf die ersten Ausgaben in der Post.

Der Handel wird die Magisterarbeit noch nicht vorrätig haben, aber im Internet ist das Buch bestellbar. Das hat sie selbst schon getestet und dabei festgestellt, dass das Werk stolze 59 Euro kostet. "Das hat mich ja ganz schön umgehauen", ist Silke Leuendorf ehrlich.

Sekundärliteratur

Der hohe Preis, so tippt die Redakteurin, hängt damit zusammen, dass das Buch als Sekundärliteratur gehandelt wird. Gelesen wird es wahrscheinlich überwiegend in Universitätsbibliotheken. Von Germanistikstudenten und -studentinnen, wie sie selbst eine war. Zuerst an der Uni in Bochum, dann in München. Als weitere Fächer belegte Silke Leuendorf Geschichte und Soziologie. "Literatur wollte ich nie machen, sondern Sprachwissenschaft. Und schon gar nicht wollte ich mich in der Magisterarbeit wie 1000 andere mit Goethe beschäftigen", lächelt sie wieder.

Dann schon lieber mit Regionalkrimis, die Leute - wegen der "Tatort"-ähnlichen Mischung von Lokalkolorit und Verbrechen - zunehmend gerne lesen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Hubschrauber-Einsatz in Rauxel

Polizei stoppt Einbrecher auf der Flucht – und meldet es nicht

Castrop-Rauxel Die Tat, um die es geht, ereignete sich bereits am 12. Februar. Dabei fahndete die Polizei sogar mit einem Hubschrauber und stoppte so einen Einbrecher. Die Meldung erging aber erst jetzt – auf Nachfrage. Woran liegt das?mehr...

Geständnis im „Voodoo-Prozess“

Abtreibungspillen an schwangere Prostituierte verteilt

Dorsten/Selm/Castrop-Rauxel Im „Voodoo-Prozess“ um Menschenhandel und Ausbeutung in Bordellen in Castrop-Rauxel und Umgebung geht es jetzt auch um illegale Schwangerschaftsabbrüche. Einer der Hauptangeklagten hat zugegeben, Abtreibungspillen an schwangere Prostituierte verteilt zu haben.mehr...

CAS-Sounds - Folge 17

The Boc‘s: Die Band, die nie eine Band werden sollte

CASTROP-RAUXEL The Boc’s gibt es seit 2001. Eine lange Zeit für eine Band, die eigentlich keine sein wollte. Wie sie es doch wurde, erklären wir in Teil 17 unserer Serie. Und lauschen in ihrem Probenraum an der Oskarstraße dem Song „P stands for Paddy“.mehr...

Elf Jugendschöffen gesucht

Bewerbungen sind noch bis zum 20. März möglich

Castrop-Rauxel Insgesamt elf Männer und Frauen sollen ab 2019 neu als Jugendschöffen anfangen. Bewerbungen sind bis 20. März möglich. Doch die Wahl hat am Ende der Schöffenwahlaussschuss.mehr...

Altenheim und Wohnungen

Neue Bauten für Senioren in Castrop und Habinghorst

Castrop-Rauxel. Gute Nachrichten in Sachen Stadtentwicklung: Am Standort In der Kemnade haben die Bauarbeiten zur Errichtung eines Altenheimes mit 80 Plätzen begonnen. Das erste Haus mit 16 barrierefreien Wohnungen soll in zwei Monaten bezugsfertig sein. Und auch in Habinghorst tut sich was.mehr...

Radarfallen heute

Aktuelle Blitzer in und um Castrop-Rauxel

Castrop-Rauxel Achtung, Autofahrer. Hier erfahren Sie, wo die Ordnungsämter von Castrop-Rauxel und Dortmund sowie der Kreis Recklinghausen heute mit ihren Radarkontrollen stehen.mehr...