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Auswertung des GEO-Tages: 27 bedrohte Arten leben im Langeloh

OBERCASTROP Es kreucht und fleucht im Naturschutzgebiet Langeloh, das wurde am GEO-Tag der Artenvielfalt deutlich. Jetzt liegt endlich die Auswertung der Katalogisierung vor: über 800 Arten an nur einem Tag. Corinne Buch vom Bochumer Botanischen Verein ist beeindruckt von der Qualität des Naturschutzgebietes: 27 entdeckte Arten stehen sogar auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

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Manchmal mussten sich die Experten auch beraten um die Pflanzen zu benennen.

Viele Pflanzenarten wurden von Experten ganz genau unter die Lupe genommen und dokumentiert.

Beim Tag der Artenvielfalt hatten sich auf Initiative des Bochumer Botanischen Vereins und des BUND Herne Wissenschaftler, Fachleute und interessierte Laien für verschiedene Artengruppen getroffen, um das Gebiet zu kartieren (RN berichteten)

50 Naturfreunde durchstreiften das Langeloh, das sich sowohl auf Herner als auch auf Castrop-Rauxeler Stadtgebiet erstreckt, und erfassten alles, was ihnen begegnete. "Vieles musste nachträglich mit einem Mikroskop bestimmt werden", erklärt Geograph Ingo Hetzel, "nicht alles ist so leicht im Gelände erfassbar wie Pflanzen und Vögel." Nun ist die Auswertung der Daten abgeschlossen.

Über 800 Arten gefunden

Die Vorsitzende des Vereins, Corinne Buch, ist äußerst zufrieden: "Wenn wir schon an einem Tag über 800 Arten finden, können Sie sich vorstellen, dass die wirkliche Artenzahl weit über 1000 liegt".

74 Pilzarten, rund 350 Pflanzenarten, 45 Vogelarten und vieles mehr standen am Ende zu Buche, darunter auch Getier mit so seltsamen Namen wie "Springschwanz", "Flachstrecker" und "Beintastler". "Sie können ganz unbesorgt durchs Langeloh spazieren," schmunzelt die Biologin, "nichts davon wird ihnen etwas tun. Wir wollen nur zeigen, wie viel es für jeden zu sehen und zu hören gibt, wenn man mit offenen Augen durch die Natur geht."

Viele auf der Roten Liste

Besonders erfreulich ist es aber, dass 27 Arten der Roten Liste der gefährdeten Arten im Langeloh noch ein Zuhause haben. Eine davon, die Süßdolde (Myrrhis odorata), gilt sogar landesweit als "stark gefährdet". Besonders viele der gefährdeten Arten leben im Wasser des Rossbachs, was für die außergewöhnlich gute Wasserqualität des Gewässers spricht.

"Auch im nächsten Jahr wird es wieder einen GEO-Tag geben," kündigt Hetzel schon mal an, "und wir hoffen, dass wir auch dann wieder so viele begeisterte Teilnehmer haben werden."

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