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Basecamp bedienen in St. Antonius alle Musik-Geschmäcker

ICKERN Ihr zweites Lied ist „Losing my religion“ von REM, zur Wandlung – allerdings nur im übertragenen Sinn – spielen sie „Alkohol“ von Herbert Grönemeyer. So überspitzt könnte man den Aufritt von Basecamp während des Pfarrfestes in St. Antonius am Samstagabend ankündigen.

Basecamp bedienen in St. Antonius alle Musik-Geschmäcker

Thomas Hochkirchen (r. sitzend), Per Mertens (l. sitzend), Dominik Schumann (r. stehend), Patrick Schumann (l. stehend) und Boguslaw Owczorz (M.) stecken hinter Basecamp.

Basecamp ist die Gemeinde-Band, die seit etwa vier Jahren besteht. An jedem ersten Sonntag im Monat macht die Gruppe in Pater Jans Familiengottesdiensten Musik. Kirchenmusik. Andere „Saiten“ werden freitagabends im Probenraum im Pfarrheim St. Josef aufgezogen. Dann üben Thomas Hochkirchen (45, Gitarre und Gesang), Per Mertens (21, Gitarre und Gesang), Dominik Schumann (18, Keyboard und Gesang), Patrick Schumann (17, Bass) und Boguslaw Owczorz (38, Schlagzeug) für ihre Auftritte bei den Pfarrfesten ihres Pastoralverbunds Nord. Auf Coversongs haben sich die Jungs spezialisiert. „Wenn wir das spielen würden, was wir selbst gern hören, dann kommen wir nicht weiter. Wir wollen Musik für andere machen und wollen, dass ihnen gefällt, was wir machen“, sagt Thomas Hochkirchen.

Dieses Anliegen trägt schon der Name Basecamp in sich, der sich eher zufällig fand. Als Thomas Hochkirchen bei einem Empfang etwas lauter über die Bandgründung nachdachte, schaltete sich ein Knirps ein, der „Basecap“ vorschlug. Der 45-Jährige verstand aber „Basecamp“ und war sofort überzeugt. „Das Basecamp ist ein Lager vor einem Ort. Von dort machen wir uns auf, um uns den Applaus und die Begeisterung unserer Zuhörer zu erkämpfen“, übersetzt der Gitarrist und Sänger. Um leckere Bonbons zu servieren, müssen die Jungs in so manch sauren Apfel beißen und auch Lieder singen, die sie mitunter eher belächeln. „Bei den Proben müssen wir uns dann zusammenreißen. Manchmal geht‘s vor Lachen kaum weiter“, sagt Patrick Schumann. Das Küken mag sich so zum Beispiel so gar nicht mit dem Gassenhauer „Ein Stern“ anfreunden. Merken wird das heute Abend aber niemand. Denn was die Jungs angehen, wollen sie glaubwürdig und perfekt machen. Das Gemeinschaftserlebnis, das sie selbst erleben und anderen bereiten, ist für sie eine Form der Religion. „Nur anders als an- und vorbeten“, meint Thomas Hochkirchen.   Auf dem Pfarrfest in St. Antonius tritt Basecamp am Samstag ab 20 Uhr auf. 

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