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Bürger zeigen Gesicht am Jahrestag der Progromnacht

CASTROP-RAUXEL Fotos von 1000 Castrop-Rauxelern kann man abreißen. Dass 300 Bürger aber durch ihre Präsenz Gesicht gegen rechte Gewalt zeigen und den Opfern des nationalsozialistischen Regimes gedenken, lässt sich nicht so einfach verhindern.

Bürger zeigen Gesicht am Jahrestag der Progromnacht

<p>Das Team Jugendarbeit plakatierte neu.</p>

Jugendliche und Erwachsene ließen gestern mit dem Stadtjugendring und dem Team Jugendarbeit anlässlich des 70. Jahrestags der Pogromnacht unter dem Motto "Der Tag danach im Jahrhundert danach! Wir wollen nicht vergessen! Bist du dabei?" in der Altstadt keinen Raum für Rechtsextremismus.

"Wie wichtig es ist, Gesicht gegen rechte Gewalt und das Vergessen zu zeigen, sehen wir an der Plakatwand", hatte Friedhelm Libuschewski vom Stadtjugendring den Teilnehmern des Gedenkmarschs mit auf den Weg gegeben. Am Lambertusplatz hatten Unbekannte am Wochenende alle Fotos abgerissen. "Das ist noch nie passiert. Wir sind schockiert", sagte Doris Spangenberg vom Team Jugendarbeit. Veranstaltung genutzt, um ein deutliches Zeichen zu setzen Erst habe man überlegt, die Plakate wieder vollständig anzubringen. Logistisch sei das aber gestern nicht zu schaffen gewesen. Stattdessen wurde die Veranstaltung genutzt, um ein deutliches Zeichen zu setzen. "Wir lassen uns nicht unterkriegen. Wie wichtig es ist, Aktionen wie diese zu machen, sieht man, wenn innerhalb von zwei Tagen alles zerstört wird", unterstrich Doris Spangenberg während ihre Kollegen beispielhaft einige Fotos wieder an die Wand brachten. Hinweise auf die Täter gibt es nicht."...du bist schuldig, wenn du deine Augen verschließt..."

Am Simon-Cohen-Platz schließlich bildeten die 300 Teilnehmer einen Kreis um die alte Synagoge. Die Castrop-Rauxeler Lehrer-Musikgruppe "Unerhört" sang mit Liedern, die Vergangenheit und Gegenwart thematisieren, gegen das Vergessen an: "... es ist auch dein Land und du bist schuldig, wenn du deine Augen verschließt".

Bürgermeister Johannes Beisenherz bedankte sich bei allen für ihr Kommen und unterstrich mit einem Erich-Kästner-Zitat, dass man einen rollenden Schneeball nie früh genug zertreten kann.Polizei zeigte verstärkte Präsenz in Richtung Widumer Tor

Die Polizei zeigte währenddessen verstärkte Präsenz in Richtung Widumer Tor: nur einen Steinwurf von der alten Synagoge entfernt liegt die Kneipe "Hell's Kitchen". Die hatte zwar gestern geschlossen, aber Wilfried Ordelheide, Leiter der Polizeiwache, betonte: "Wir sind vorsichtig. Es gibt Hinweise darauf, dass sich dort die rechte Szene trifft."

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