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Brandbrief

Cityring Castrop teilt hart gegen die Verwaltung aus

CASTROP Mit einem Brandbrief lädt der Cityring erneut seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung ein. Gewettert wird gegen eine unfähige Stadtverwaltung, eine überflüssige Werbesatzung und fehlendes Engagement bei den Händlern. Fast der gesamte Vorstand tritt ab.

Cityring Castrop teilt hart gegen die Verwaltung aus

Wenig los in der Altstadt? Der Cityring beklagt einen Umsatzeinbruch. In der Einladung zur Hauptversammlung am 24. Juni ist sogar von "Friedhofsruhe" die Rede.

Die Besucherfrequenz in der Altstadt sei spürbar rückläufig, stellt Noch-Vorsitzender Uwe Wortmann in seinem gut eineinhalb DIN-A4-Seiten umfassenden Einladungsschreiben fest. „Geschäftsaufgaben, Leerstände, eine für viele unattraktive Angebotspalette sind die Folge und verschärfen die Tendenz. Der Wert der Altstadt-Immobilien ist um rund ein Viertel gesunken“, legt er dar und gebraucht im Weiteren sogar das Wort „Friedhofsruhe“. Markt und Fußgängerzone seien zunehmend wie ausgestorben.

Umsätze und Erträge würden einbrechen, Spitze sei nur noch der Gewerbesteuerhebesatz von 500 Prozent, der vergleichsweise in Dortmund nur bei 485 liege. Und der mittlere Hebesatz in der Region betrage laut Industrie- und Handelskammer 468 Prozent. Wie schon 2012 und 2013 wird die Stadt heftig kritisiert. Sie erweise sich „aufgrund der finanziellen und personellen Situation als unfähig, ihr Oberzentrum zu fördern und zu untersützen.“ Wortmann: „Es gibt keine ausreichend besetzte und handlungsfähige Wirtschaftsförderung, kein Leerstandsmanagement, keine aktiven Ansiedlungs- und Entwicklungsinitiativen mehr, die im verschärften Wettbewerb der umliegenden Zentren der Altstadt helfen.“ Stattdessen würden Zeit und Ressourcen investiert in eine überflüssige Werbesatzung mit strangulierenden Vorschriften, klagt der Vorsitzende weiter.

Auch das Geschehen rund um die Marktplatzumgestaltung erzürnt ihn: „Durch unzureichende Planungstransparenz und daraus resultierende kommunalpolitische Entscheidungs-Unfähigkeit ist die Sanierung des Marktes nicht mehr synchron mit den laufenden Kanalbauarbeiten möglich.“ Wortmann befürchtet eine zweijährige Dauerbaustelle. Unverständlich ist ihm, dass die Busspur der Lönsstraße wieder für den allgemeinen Verkehr gesperrt wurde, obwohl es während der Umleitungsphase keinerlei Probleme gab.

Probleme gibt es aber in den eigenen Reihen. Wortmann schildert, wie sein Vorstandskollege Steven Wels in seinem Bemühen, das Nightshopping qualitativ zu verbessern, hängen gelassen wurde. „Sein World Night Shopping-Konzept mit Bands verschiedener ethnischer Musikrichtungen sollte ergänzt werden durch jeweils länderspezifische Beiträge der Einzelhändler (Deko mit Fahnen, Fotos oder landestypischen Angeboten). Zweieinhalb Tage hat Steven Wels 45 Geschäftsleute persönlich aufgesucht und sie um Teilnahme gebeten. Am Ende waren nur vier dazu bereit“, so Wortmann. Neben Wortmann und Wels will auch Gerald Baars (aus beruflichen Gründen) nicht wieder für ein Amt im Cityring kandidieren. Die stellvertretende Vorsitzende Simone Picker-Schmidt, die die Gaststätte Klapsmühle führte, ist umgezogen und muss ebenfalls ersetzt werden. Noch sind neue Leute aber nicht in Sicht.  

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