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Berufskolleg

Der engagierte Schulleiter Jürgen Wiegemann geht in Pension

HABINGHORST Lange und letztlich erfolgreich hat er für die Zukunft des Berufskollegs gekämpft. Doch die Früchte seines Engagements - die Generalsanierung des Standortes für über 16 Millionen Euro - erlebt Jürgen Wiegemann nicht mehr im Amt. Ende des Schuljahres geht der 65-jährige Leiter des Berufskollegs in den Ruhestand.

Der engagierte Schulleiter Jürgen Wiegemann geht in Pension

Nimmt mit ambivalenten Gefühlen Abschied als Chef des Berufskollegs: Jürgen Wiegemann.

Im Übrigen zeitgleich mit seiner zwei Jahre jüngeren Frau Monika, die nach jahrzehntelanger Tätigkeit als Grundschullehrerin an der Merklinder Harkortschule aufhören wird. „Ein lange geplanter gemeinsamer Ruhestand in Freude und Wehmut. Ich gehe mit ambivalenten Gefühlen“, räumt Wiegemann ein. Seine berufliche Karriere hatte zwei lange Etappen am Berufskollegs Castrop-Rauxel (BKCR).

1975 nach dem Referendariat kam der studierte Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftsgeograf erstmals nach Castrop-Rauxel, wurde dort zum Oberstudienrat und Studiendirektor befördert, baute unter anderem den Bildungsgang „Arzthelferin“ auf und war drei Jahre lang Landesfachberater für das Fach „Bürowirtschaft“. Nach Stationen bei der Bezirksregierung in Münster (1988 bis 91) und am Studienseminar Gelsenkirchen (91 bis 2002) kehrte er vor zehn Jahren nach Habinghorst zurück, um die Leitung des BKCR zu übernehmen.

Mit 2650 Schülern, davon 1100 im klassischen Berufsschulbereich, und 158 Lehrern ist sie die mit Abstand größte Schule der Stadt und die zweitgrößte im Kreis. Was hat sich geändert in fast 40 Jahren Schuldienst? „Vor allem das Klientel“, sagt Wiegemann. Was man am Beispiel der Höheren Handelsschule gut deutlich machen könne. Diese habe früher einen höheren Stellenwert gehabt und habe Banken und Sparkassen zugeliefert. Heute diene sie vielfach der Förderung von jungen Leuten mit Migrationshintergrund.  Untrennbar verbunden mit Wiegemanns Amtszeit ist die Sanierung, die erst 2014 abgeschlossen sein wird. Inhaltlich ist es ihm ein Anliegen gewesen, das Profil als Ausbildungsstätte für die Medizinwirtschaft zu schärfen – was hervorragend zu Castrop-Rauxel passe. Privat treibt der Mittsechziger, Vater von drei Kindern und drei Enkeln, viel Sport und engagiert sich in der evangelischen Kirchengemeinde Bövinghausen/Merklinde/Westrich. „Das soll auch nach dem Ruhestand so bleiben“, hat er sich vorgenommen.

Nachfolger von Jürgen Wiegemann als neuer BKCR-Chef wird nach Informationen unserer Redaktion – vorbehaltlich der noch ausstehenden, aber als sicher geltenden Zustimmung der zuständigen Gremien – der bisherige stellvertretende Leiter des Herner Berufskollegs Emschertal, Fred Nierhauve. Der Castrop-Rauxeler setzte sich im Verfahren gegen sechs Mitbewerber durch. 

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