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Die Welt aus dem Strohhalm

ICKERN Die ganze Welt kommt durch einen Strohhalm ins Haus. Die Ickerner Firma Volker Schulte Elektrotechnik bastelt im Rahmen eines Pilotprojekts in Schwerte an der Zukunft. Im Ortsteil Westhofen werden winzige Glasfaserkabel für den Anschluss von Fernsehen, Internet und Telefon von Haus zu Haus verlegt.

Die Welt aus dem Strohhalm

Bauleiter Jürgen Schäfer (Mitte) erklärt am Info-Stand in Schwerte das Glasfaser-Pilotprojekt.

Bis zum nächsten Sommer sollen die insgesamt 2500 Glasfasern verbuddelt sein. Der Auftraggeber, die Stadtwerke Schwerte, werden dann über ein eigenes Netz verfügen, das völlig unabhängig von der Telekom betrieben werden kann. „Bisher“, so erklärt Bauleiter Jürgen Schäfer, „vermietet die Telekom ihr Kabelnetz an die jeweiligen Anbieter.“Netzstruktur Mit dem Aufbau einer eigenen Netzstruktur lösen sich die Stadtwerke Schwerte davon und werden darüber hinaus ein sehr flexibles Glasfasernetz zur superschnellen Datenübertragung verfügen. Schäfer zeigt sechs hauchdünne Glasfasern, die jeweils neun Mykromillimeter stark sind. Alle sind nummeriert und werden unter Druckluft durch ein Röhrchen mit dem Durchmesser eines Strohhalms geblasen und reichen zur Versorgung eines Fünf-Familien-Hauses. „Ändert sich irgendwann die Technik oder werden weitere Glasfaser-Anschlüsse benötigt, ist das Leerrohrsystem äußerst flexibel. Man kann die Glasfasern nach Belieben wieder ausblasen oder neu einblasen“, erklärt Jürgen Schäfer. Für die Telekom, so sagt er, könne das Ganze zu einer ernsthaften Konkurrenz werden, da so ein Parallelnetz technisch überlegen sei und der Service des örtlich verankerten Anbieters für den Kunden besser sein könne. Tatsächlich beginnt das Schwerter Pilotprojekt schon Schule zu machen. „Im nahen Umfeld“, so weiß Firmenchef Volker Schulte, „plant man etwas ähnliches. Es scheint für solche Glasfasernetze eine Zukunftsperspektive zu geben, da die Telekomstrukturen an technische Grenzen stoßen.“ 2003 hat er sich auf das Glasfaser-Abenteuer eingelassen und dafür seinen Betrieb in Ickern umgemodelt.Aus einer Hand Um als Systemanbieter sowohl für Kunden im Bereich Telekommunikation als auch für Energieversorger Anlagen aus einer Hand schlüsselfertig erstellen zu können, hat Volker Schulte eine eigene Tiefbau-Abteilung mit zwölf Beschäftigten gegründet. Das war mutig, denn zeitgleich machten in Castrop-Rauxel mehrere alteingesessene Tiefbaufirmen zu. „Bei uns macht es aber die Kombination von Tiefbau und Technik. Das funktioniert nur im System“, so Volker Schulte. Die Kombination war schließlich entscheidend dafür, dass Elektro Schulte in Schwerte zum Zug kam. „Es ist toll, dass ein solches Projekt aus der Region auch in der Region bleibt und kein Weltkonzern mit seinen Baukolonnen anrückt“, freut sich Volker Schulte und betont: „Wir haben nur Beschäftigte, die hier wohnen hier ihr Geld ausgeben.“ Volker Schulte hat derzeit 45 bis 50 Mitarbeiter. Trotz der Pilotarbeit in Schwerte ist der Personalbedarf damit gedeckt.

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