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Auswirkungen des Stärkungspaktes

Diese Kosten kommen auf Castrop-Rauxels Sportvereine zu

CASTROP-RAUXEL Die Stadt muss sparen - das betrifft auch die Sportvereine. Wenn der Rat am 21. Juni über den Stärkungspakt abstimmt, stehen 349.000 Euro aus dem Bereich Sport auf der Streichliste. 231.000 Euro sollen aus Vereinskassen kommen. Besonders die Schwimmer könnte es hart treffen. Eine Übersicht.

Diese Kosten kommen auf Castrop-Rauxels Sportvereine zu

Die Schwimmhallen in Castrop-Rauxel sind voll. Davon will auch die Stadt profitieren.

 

  • Nutzungsgebühren für Sportplätze: 10 Euro/Stunde, insgesamt 45.000 Euro/Jahr
  • Nutzungsgebühren für Sporthallen: 7,50 Euro/Stunde, insgesamt 150.000 Euro/Jahr.
  • Nutzungsgebühren für Schwimmbäder: im Gespräch sind 30 Euro pro Stunde für die Schwimmvereine, das wäre deutlich höher als bei Sportplätzen, insgesamt 20.000 Euro/Jahr.
  • Wegfall der städtischen Zuschüsse zur Unterstützung der Jugendarbeit in den Vereinen: 16.000 Euro/Jahr.
  • Schließung der Barbarahalle in Ickern, sobald die neue EBG-Halle (voraussichtlich 2013) in Betrieb geht: 57.000 Euro/Jahr an Betriebskosten.
  • Schließung der Turnhalle Westheide in Dingen: 21.100 Euro/Jahr an Betriebskosten.
  • Erhöhung der Eintrittspreise für Erwachsene in den Schwimmbädern um 0,50 Euro: 30.000 Euro/Jahr.
  • Kürzung der Ermäßigung durch den CAS-Pass auf Eintrittspreise in den Schwimmbädern: 10.000 Euro/Jahr.

Nutzungsgebühren - Das sagen die Vertreter der Vereine

Stadtsportverbands-Vorsitzender Ulrich Romahn (stehend, 2. v.l., im Kreise des Vorstands): "Der Sport hat schon viele Beiträge geleistet, die alle verpufft sind, und jetzt wird ebenso vieles verpuffen. Aber es gibt Vereine, denen greift man in die Tasche, dann sind die kaputt." Weder die Stadtverwaltung noch die Parteien hätten in den vergangenen zwei Jahren den SSV mit in die Überlegungen eingebunden.
Elmar Bök, Vorsitzender der Fußballer des SV Wacker Obercastrop: "Die Nutzungsgebühren gehen gar nicht. Unser Verein müsste die Mitgliedsbeiträge um drei bis vier Euro erhöhen."
Rolf Pauly, 2. Vorsitzender der Tischtennis-Spieler des Post SV Castrop-Rauxel: "Herr Bürgermeister Beisenherz, Sie werden Ihr Ziel kaum erreichen. Eine Nutzungsgebühr von 5000 Euro entspräche unserem Jahresetat." Die Folge: Der Verein müsste sich auflösen oder weniger Hallenzeiten nutzen. "In beiden Fällen kommt es nicht zu den anvisierten Einnahmesteigerungen für die Stadt."
Christoph Sommer, Vorsitzender des Castroper TV: "Wir haben schon unseren Jahresbeitrag von 72 Euro um 6 Euro angehoben, aber so kann das nicht gehen."
Hans Farin von der Handball-Abteilung des TuS Ickern: "Wir müsten den Monatsbeitrag um 2 Euro anheben. Das ist für die finanziell schwächeren Mitglieder nicht zu leisten."
Wie viel die Schwimmvereine zahlen müssen, ist noch unklar. Elke Hube, Geschäftsführerin des SC Hellas, rechnet aber mit 14.000 Euro jährlich, die ihr Verein zahlen müsse - "wenn ich davon ausgehe, dass wir ebenso 30 Euro pro Stunde zahlen müssen wie schon jetzt für jeden Wettkampf."
Michael Eckhardt, Sportdezernent der Stadt Castrop-Rauxel: "Die Gebühren sind abhängig von der Nutzung. Sie müssen also gezahlt werden - gleich ob beim Training oder bei Meisterschaftsspielen. Es sind erst einmal um Zieldaten über den groben Daumen."

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