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Fußball: Bezirksliga 9

Drei Teams und die leidigen Personalsorgen

CASTROP-RAUXEL Auch wenn sie unterschiedlicher in der Tabelle nicht stehen könnten, eine Sache eint die Teams aus Obercastrop, Frohlinde und Schwerin: viele personelle Ausfälle. Gejammert wird aber nicht: Frohlinde will oben dabei bleiben. Obercastrop aus dem "Niemandsland" raus und Schwerin endlich den Anschluss finden.

Drei Teams und die leidigen Personalsorgen

Cihangir Sahinli vom SV Wacker Obercastrop (li.) hatte dem Schiedsrichter im Spiel gegen Marten einen Ball zugeworfen. Die Bezirksspruchkammer wollte darin keine Tätlichkeit erkennen.

Fußball: Bezirksliga 9 Wacker Obercastrop - BW Westfalia Langenbochum  Sonntag, 15 Uhr Wenn die Fußballer des SV Wacker Obercastrop (12.) nicht schon am siebten Spieltag im „Niemandsland“ der Bezirksliga stecken bleiben wollen, sollten sie gegen Westfalia Langenbochum (1.) schon etwas Zählbares erreichen. Und das gerade gegen den Tabellenprimus. Der wird mit ganz breiter Brust in der Erin-Kampfbahn auflaufen, weil er in der Vorwoche dem Mitfavoriten FC Frohlinde gezeigt hat, wie Verlieren geht. Die Obercastroper dürften gewarnt sein, können allerdings auch auf ein gutes Spiel trotz der 1:4-Niederlage bei Eintracht Datteln verweisen. Nur gut spielen reicht nicht wirklich. Tore entscheiden nun mal die oft zitierte „schönste Nebensache der Welt“. Das war der Unterschied. Wacker-Trainer Dennis Hasecke: „Wir schießen 25 Mal aufs Tor und treffen nur einmal, der Gegner hat mit vier Schüssen viermal getroffen.“ Optimale Ausbeute.Höchste Konzentration Vielleicht ist da der Tabellenerste der richtige Gegner, höchste Konzentration von der ersten Minute an nötig. Hasecke: „Es ist doch schön gegen einen Favoriten zu spielen, wenn dann noch was dabei herauskommt, umso besser.“ Mit der aktuellen Platzierung kann und wird niemand im Kicker-Kreis an der Karlstraße zufrieden sein. Hasecke hatte zwar schon vor Wochen erklärt „dass es keine tabellarischen Vorgaben gibt“, aber so weit unten zu stehen in der Tabelle, ist für die personell im Vorfeld so gut bestückte Wacker-Formation eher ungewöhnlich. Neben den Langzeitverletzten stehen dicke Fragezeichen für einen Einsatz hinter Maurice Ottberg (Kopfwunde), Niko Kresic (Rippenprellung), Bastian Fritsch (Grippe) sowie den Firch-Brüdern Thorben und David, die beide angeschlagen sind. Da kommt es schon gelegen, dass Cihangir Sahinli wieder zur Verfügung steht. Hasecke: „Der Django hat gut trainiert und ist wieder eine Option.“FC Frohlinde - SpVg Herten Sonntag, 15 Uhr Die erste Niederlage seit langer Zeit in einem Ligaspiel wurde beim FC Frohlinde (4.) gut aufgearbeitet: Nach dem 2:3 in Langenbochum, will der FCF gegen die Spvg Herten (6.) schnell in die Erfolgsspur zurück. Trainer Jürgen Litzmanski: „Wir hätten beim Ersten ja einen Punkt verdient gehabt, es war ein gutes Bezirksligaspiel auf Augenhöhe.“ Abgehakt. Der Fokus ist jetzt auf den nächsten Gegner gerichtet. Und das ist der zweite (nach Langenbochum) Kontrahent aus Herten. Vielleicht wird das ja eine städtische Revanche-Geschichte. Eine einfache wird es nicht. Das ist Litzmanski klar: „Die verfügen über eine starke Offensive.“ Unterschätzen gilt also nicht. Zumal die Frohlinder, wie ihre heimischen Bezirksliga-Kokurrenten aus Schwerin und Obercastrop, ebenfalls über viele personelle Ausfälle reden müssen.Zahlreiche Ausfälle So fehlt Bastian Niebert aus beruflichen Gründen. Vaidas Rocys hat sich beim Training einen Finger gebrochen. Max Rufer, gerade nach längerer Erkrankung wieder im Team, erlitt einen Muskelfaserriss. Litzmanski: „Mit den Langzeitverletzten sind das nun schon neun Ausfälle.“ Doch jammern will der Coach nicht: „Da müssen unsere jungen Talente wieder die Lücken füllen, die können das.“ Und die haben genug Vorbilder, sich richtig einzufügen. Angeführt von den Routiniers, wie dem zweifachen Torschützen der Vorwoche, Michael Wurst. Oder im Verbund mit zum Beispiel Dennis Lauth oder Sebastian Janas, sollte das erfolgreich gehen. „Wir wollen erst das Heimspiel gewinnen und wenn wir in den nächsten zwei Auswärtsspielen erfolgreich sind, sind wir oben wieder richtig dabei“, so Litzmanski. Schließlich müssen die anderen Teams erst mal punkten. Wie der Spitzenreiter, der mit vier Zählern Vorsprung auf Frohlinde führt. Wobei Litzmanski hofft: „Vielleicht gibt der in Obercastrop was ab.“

TSV Marl-Hüls II - SpVg Schwerin  Sonntag, 13 Uhr Tiefer geht nicht mehr. Nach sechs Spielen hat die Mannschaft von Trainer Thomas Faust schon fünf Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz zu überbrücken. Bitter. So sieht das auch der Trainer. Faust: „Wir müssen sehen, dass wir unsere Unsicherheiten ablegen; ich verstehe nicht, warum bei uns alle Dämme brechen wenn wir ein Tor kassieren.“ Dabei hatte seine Mannschaft gegen Disteln wieder ganz gut angefangen und besaß zwei dicke Gelegenheiten durch Marcos Hill und Ron Hibbeln. Gleich die erste Aktion der Gäste aus Disteln brachte den Rückstand. Was dann passierte, zieht sich wie ein roter Faden durch die bisherige Saison. Eine Parallele zu anderen Niederlagen, als nach gutem Beginn nichts mehr ging. Wie einfach das gehen könnte hat der einzige Treffer am Vorsonntag (allerdings erst beim Stande von 0:5) gezeigt. Da wagte sich Alan Michna nach vorne schlug eine Flanke, die Hill einköpfte. Sah einfach aus, war effektiv. Aber eben viel zu spät und zu wenig.Am Spiel arbeiten Faust: „So müssen wir Fußball spielen, nur dann kommt die Sicherheit zurück.“ Schon in Marl-Hüls? Faust: „Ich bin nicht so vermessen zu sagen, da holen wir drei Punkte, aber wir können dort an unserem Spiel arbeiten; wir müssen hinten sicherer stehen und wenn ein Punkt heraus springt, wäre das gut.“ Personell sieht es aber nicht sehr gut aus. Zwar kehrt wohl der lange Zeit verletzte Daniel Reuscheck ins Team zurück, aber einige Ausfälle sorgten schon beim Training unter der Woche für ungewohnte Dezimierung der kickenden Belegschaft. Nigel Behrends, Orhan Karakabak, John Simbi, Levent Alanyali und Fabian Godinho fehlten verletzt oder erkrankt. Christoph Foitzik musste aus beruflichen Gründen passen.

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