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Ehrenamts-Serie

Ein Herz für die Tiere in Ickern

ICKERN Bei den Pferden hält Debbie Harwardt sich am liebsten auf, mit Esel Konrad versteht sie sich besonders gut. Die 20-Jährige hat eine geistige Behinderung, will aber nicht in der Behindertenwerkstatt arbeiten. Deshalb arbeitet die Ickerin seit Jahren ehrenamtlich auf dem Natur- und Begegnungsbauernhof.

Ein Herz für die Tiere in Ickern

Debbie Harwardt arbeitet ehrenamtlich auf dem Natur- und Begegnungs-Bauernhof in Castrop-Rauxel. Hier füttert die 20-Jährige gerade Esel Konrad.

Früher hat sie sich oft ins Pferdegehege zurückgezogen. Meist dann, wenn der Natur- und Begegnungsbauernhof (NaBeBa) viele Gäste hatte. Mit Menschen in Kontakt zu treten, das fiel ihr nicht leicht.

Vor 20 Jahren kam Debbie Harwardt als Frühchen zur Welt. Ihr Gehirn bekam zu wenig Sauerstoff, die junge Frau ist seither geistig behindert. Wenn Debbie Harwardt etwas macht, dann dauert das meistens ein bisschen länger. „Was ihr an Tempo fehlt, gleicht sie durch Zähigkeit wieder aus“, sagt Dorothee Zijp, die Leiterin des NaBeBa.

Steckbrief: Debbie Harwardt, Tierpflegerin


Mein Name:


Mein Alter:


Mein Familienstand: 


Mein Beruf: 


Meine Ehrenämter:


Meine Wochen-Arbeitsstunden im Ehrenamt:


Darum kann ich Ehrenamt empfehlen:

Beim Ehrenamt zeigt sich "der wahre Charakter"

Fünfmal die Woche kommt Debbie Harwardt mit dem Zug aus Wanne-Eickel nach Ickern, um auf dem NaBeBa zu helfen. Dafür musste sie erst lernen, allein mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Heute ist das eine Kleinigkeit für sie.

Seit drei Jahren arbeitet sie ehrenamtlich auf dem NaBeBa. Hier hat sie Tiere um sich und auch die Scheu vor Menschen abgelegt. Dennoch versucht die 20-Jährige schon lange, eine richtige Arbeit zu finden, etwa als Pferdepflegerin oder Beiköchin. In einer Behindertenwerkstatt möchte sie nicht arbeiten. Und immer nur zu Hause hocken ist auch keine Option. „Da fällt mir die Decke auf den Kopf“, sagt sie.

Bisher hat es nur nirgends geklappt. „So schnell gebe ich aber nicht auf“, sagt Debbie Harwardt, und bleibt erst mal beim Ehrenamt. Denn da zeige sich „der wahre Charakter – wenn Leute auch ohne Bezahlung arbeiten.“ 

Die Serie und der Ehrenamtspreis


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