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Fußball: Bezirksliga

FCF und Spvg selbstbewusst / Wacker ohne Druck

CASTROP-RAUXEL Nach fünf Siegen in Folge bekommt es der FC Frohlinde (2.) mit dem FC/JS Hillerheide (11.) zu tun. Und mit den Recklinghäusern gilt es noch ein Hühnchen zu rupfen. Ebenfalls selbstbewusst geht die Spvg Schwerin ihre Aufgabe in Huckarde an. Ohne Druck, weil mit geschwächtem Kader, geht Wacker Obercastrop ins Spiel gegen den Spitzenreiter.

FCF und Spvg selbstbewusst / Wacker ohne Druck

Erhoffen sich wieder einen Grund für einen kollektiven Jubel wie hier gegen Westfalia Huckarde: die Frohlinder (v.l.) Daniel Schulz, Dennis Lauth, Kapitän Stefan Tiedke, Daniel Diaz und Spielertrainer Stefan Hoffmann.

Fußball-Bezirksliga 9, 9. Spieltag

FC Frohlinde - FC Hillerheide Sonntag, 15 Uhr

Es war beim Cranger Kirmes-Cup in der Vorbereitung, als die FC-Formation quasi in einer Achterbahn-Partie mit 4:5 gegen Hillerheide verlor. Die These, dass Testspiele und Punktspiele zwei verschiedene Paar Schuhe sind, hat nie besser gepasst, als vor dem neuerlichen Zusammentreffen. Das Team der Trainer Stefan Hoffmann und Michael Wurst steht auf Platz zwei. Hillerheide hat sich nach zwei Niederlagen auf Platz elf eingependelt.

Das überrascht auch FC-Coach Michael Wurst, der sagte: „Wir müssen aufpassen. Die sind so stark, dass die gegen den TuS Eichlinghofen ein 5:0 herausgehauen haben.“ Davor war es ein 2:2 gegen Spitzenreiter Stuckenbusch und ein 4:1 gegen Herten. Vielleicht hat die Serie den Spielern anschließend den Kopf verdreht.

Nicht unterschätzen

Ein Unterschätzen kommt für Wurst überhaupt nicht in Frage. Der Spielertrainer, der am Sonntag wieder in der zweiten Mannschaft spielen will: „Wir haben jetzt alles selbst in der Hand und das wollen wir nicht leichtfertig weggeben.“ 24 Spieler waren beim Training und alle sind auf den Erfolg fokussiert. Wurst erläuterte: „Bei uns sind alle fit und wir Trainer haben die schöne Qual der Wahl.“

Und personell mittlerweile jede Menge Möglichkeiten. Wurst dazu: „Wir haben auf der Bank so viel Qualität, da können wir fast zwei Blöcke spielen lassen.“ So soll auch im achten Spiel die Anfangsformation wieder eine andere sein. In Justin Christoph ist ein neuer junger Spieler dazu gekommen, der laut Wurst „viel Zug zum Tor“ mitbringt. Was man ja auch von Dietrich Liskunov kennt. Der Rückkehrer vom DSC Wanne, der erst vier Wochen gesperrt war und dann eine Woche Urlaub in der Türkei verbrachte, hat laut seines Trainers auch gut trainiert. 

SF Stuckenbusch - Wacker Obercastrop Sonntag, 15 Uhr

Reicht der aufgefrischte Mut aus dem Kreispokalsieg? Den könnten die Fußballer des SV Wacker Obercastrop (7.) bei Spitzenreiter SF Stuckenbusch auf dem Naturrasen „Am Leiterchen“ jedenfalls gut gebrauchen. Nach dem 2:3-Desaster (nach 2:0 Führung) gegen den TuS Eichlinghofen am Vorsonntag, war die Stimmung in der Erin-Kampfbahn auf dem Tiefpunkt. Das 7:2 unter der Woche bei DJK Falkenhorst war wie Balsam auf der Seele. Auch wenn der Gegner zwei Klassen tiefer in der Kreisliga B spielt, müssen sieben Tore erstmal erzielt werden. Ein Zeichen, dass die Liga-Pleite schnell abgehakt wurde.

Was nervös machen kann, ist natürlich die Personal-Misere, die jetzt vor dem achten Saisonspiel die Obercastroper so richtig erwischt hat. Von den vielen Verletzten, wie zum Beispiel Moritz Budde oder Marcel Herder, ganz zu schweigen. Jetzt brechen Wacker-Trainer Andreas Köhler wohl weitere Stammspieler weg. Wie der Coach berichtete stehen hinter den Einsätzen von Stefan Kitowski, Niko Kresic und Alexander Wagener wegen gesundheitlicher Probleme große Fragezeichen.

Das Trio steht mit je vier erzielten Toren immerhin auf Rang sieben der Bezirksliga-Torjägerliste. Dazu hatte Wagener im Pokalspiel alleine vier Treffer erzielt. Die drei sind gleichwertig nicht zu ersetzen. Doch Köhler hofft auf eine Trotzreaktion: „Wir haben letzte Woche 60 Minuten alles richtig gemacht und gegen den Spitzenreiter nichts zu verlieren.“

Westfalia Huckarde - Spvg Schwerin Sonntag, 15 Uhr

Mit stolz geschwellter Brust kann die Spvg Schwerin (6.) auf dem Kunstrasenplatz am Blumenkamp beim Tabellennachbarn Westfalia Huckarde (5.) antreten. Die Castrop-Rauxeler können in ihrem achten Spiel die Zielrichtung für die kommenden Wochen festlegen. Die Dortmunder Vorstädter haben 13 Punkte, die Schweriner verbuchen einen Zähler weniger. Mit einem Sieg kann die Spvg den Gastgeber überholen und sich im oberen Mittelfeld festsetzen.

Nach dem 0:1 im Kreispokal am Mittwoch gegen den DSC Wanne (Westfalenliga) ist Schwerins Coach Marco Gruszka guter Dinge. Er sagt: „Man hat gesehen, wozu meine junge Mannschaft fähig ist. Ich glaube, wenn wir in die Verlängerung gekommen wären, hätten wir gewonnen.“

Huckarde wird von Gruszka als „sehr gut“ einstuft. Dort hat der Sportliche Leiter Jürgen Litzmanski mit Trainer Robert Podeschwa einen ernsthaften Konkurrenten auf die Beine gestellt. Das haben allerdings auch die Schweriner, denen die vielen eigenen Nachwuchsspieler einige Bewunderung eingebracht haben. Mit ihnen ist Trainer Marco Gruszka sehr zufrieden. Er betont stets: „Es macht richtig Spaß, mit den Jungs zu arbeiten.“ Für Sonntag glaubt der Coach, dass die Mannschaft gewinnt, die „schneller wach ist“. Der Kader ist groß genug, dennoch hätte Gruszka gerne Mirco Burkamp (Urlaub) und Mohammed El Marsi (Arbeit) dabei gehabt.

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