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Mittelstandspark Ost

Firma Gamma Test plant Millionen-Investition

CASTROP-RAUXEL Die Firma Gamma Test aus Recklinghausen möchte auf einem rund 10 000 Quadratmeter großen Grundstück an der Klöcknerstraße im Mittelstandspark Ost bauen. Die Firma hat 70 Mitarbeiter im Außendienst, für den Neubau sollen etwa zwei Millionen Euro investiert werden.

Firma Gamma Test plant Millionen-Investition

Der Mittelstandspark Ost in Castrop-Rauxel mit den einzelnen Quadratmeterflächen.

„Der Bauantrag ist gestellt“, bestätigte Firmenchef Freimut Büchel gestern im Gespräch mit unserer Redaktion. Sobald das Okay komme, könne es losgehen. Das Fachunternehmen beschäftigt sich mit zerstörungsfreien Wertstoffprüfungen, die 70 Mitarbeiter im Außendienst seien fast ausnahmslos vor Ort bei Kunden, etwa um Schweißnähte zu röntgen. Die Stellung in der Verwaltung halten laut Büchel zehn Mitarbeiter im gewünschten Neubau an der Klöcknerstraße, der für eine Investition von rund zwei Millionen Euro steht.Kiebitze sind willkommen „Der Standort ist wunderbar“, schwärmt der 65-Jährige geradezu. Eigentlich hätte er sich schon gerne im Erin-Park niedergelassen in Nachbarschaft zum dortigen Dienstleister S + G, aber dort seien keine freien Grundstücke mehr vorhanden. „Kiebitze sind uns sehr willkommen“, erklärt Büchel in Anspielung auf die gegenwärtige Diskussion um den streng geschützten Vogel, der an der Klöcknerstraße brütet. „Wir bauen unter ökologischen Gesichtspunkten“, beschreibt Büchel. Mit einem Gebäude, das fast einem „Nullenergiehaus“ entspreche, mit Photovoltaik oder einem Blockheizkraftwerk und mit Teichen, in denen das Regenwasser aufgefangen werde. Und eilig habe er es ohnehin nicht, wenn sich wegen der Kiebitze ein schnellerer Baustart hinauszögern könnte. „Wir brauchen hier in Recklinghausen nicht schnell raus“, versichert der Firmenchef. Wie berichtet, haben sich die Behörden mit Grundstückseigentümer NRW.Urban darauf verständigt, dass bis Ende Juli keinerlei vorbereitende Bautätigkeit im Brutgebiet mehr erfolgen soll. Nachdem sich die Grünen nach dem Aufschrei der Naturschützer des BUND des Themas angenommen haben und im Umweltausschuss auf Stadt- und Kreisebene Antworten auf kritische Fragen bekommen möchten, wird EUV-Experte Thorsten Werth-von Kampen im hiesigen Umweltausschuss am 5. Juni explizit erklären, was schon vor einem knappen Jahr als Kompromiss zwischen den Belangen des Naturschutzes und dem Wunsch, neue Unternehmen und damit Arbeitsplätze anzusiedeln, zwischen Behörden und Grundstückeigentümer ausgehandelt worden war.

Dass nämlich nicht nur ein Ersatzhabitat für die Kreuzkröten im benachbarten RWE-Gelände geschaffen wird, sondern auch auf dem Areal des Mittelstandsparks Flächen zum Lukara-Gelände für die Kiebitze zur Verfügung gestellt werden. Übrigens: In das große Landschaftsbauwerk auf dem RWE-Gelände sind keine Böden aus anderen Städten eingebaut worden. Allerdings das belastete Material, das im Parkbad Nord entdeckt worden war.

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