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Gartenbesitzer können auf Erleichterungen hoffen

Baumschutzsatzung soll geändert werden

Die Baumschutzsatzung soll in Castrop-Rauxel geändert werden. Grundstücke, die kleiner als 400 Quadratmeter sind, sollen von der Satzung komplett ausgenommen werden. Da spielen die Grünen aber noch nicht mit.

Castrop-Rauxel

von Abi Schlehenkamp

, 11.06.2018
Gartenbesitzer können auf Erleichterungen hoffen

Der Baum von Familie Yildiz auf Schwerin überschattet gleich zwei der Gärten hinter den Häusern. © Foto: Schlehenkamp

Die neue Baumschutzsatzung kommt. Darauf haben sich SPD, CDU, FWI, Grüne und Linke verständigt. Deshalb basteln sie an einem gemeinsamen Antrag für eine bürgerfreundliche und transparente Baumschutzsatzung. Die FDP ist außen vor, sie tritt für die Abschaffung dieser Satzung ein, die seit Jahren immer mal wieder Zankapfel war und bei Bürgern für Frust gesorgt hat.

400-Quadratmeter-Grenze ist angedacht

Besonders bei denjenigen, die zähneknirschend hinnehmen mussten, dass bei Bauvorhaben von Investoren etwa dicke Bäume fallen dürfen, weil Baurecht über der Baumschutzsatzung steht, selbst aber keine Hand anlegen dürfen an riesigen Bäumen in kleinen Privatgärten. Über die gravierenden Veränderungen in der neuen Satzung sind sich aber nicht alle einig. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Satzung nicht gilt, wenn das Grundstück kleiner ist als 400 Quadratmeter.

Bei der Schweriner Familie Yildiz, deren 335 Quadratmeter großes Grundstück in der ehemaligen alten Bergarbeitersiedlung seit Jahren von einer gewaltigen Linde verschattet wird, würde das für eine Riesenfreude sorgen. Die Grünen sprechen sich gegen die Begrenzung auf 400 Quadratmeter aus. Und argumentieren damit, dass Bürger ja sagen könnten, wenn sie das Grundstück teilten, um unter die 400 zu kommen, würde die Satzung nicht gelten. Die Grünen meinen, dass durch diese Begrenzung die Satzung praktisch ausgehebelt würde. Auch für Obstbäume, Pappeln und die Birke soll das neue Regelwerk nicht mehr gelten. Und auch da kommt Widerspruch von den Grünen. Die Birke sei ein Windbestäuber und ökologisch wertvoll, sagen sie.

Grundsätzlich unter Schutz gestellt werden sollen künftig Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 100 Zentimetern, gemessen in einer Höhe von einem Meter vom Boden aus. Bislang gelten hier 80 Zentimeter Umfang. Die Satzung soll übrigens auch nicht gelten, wenn der Baum weniger als vier Meter Abstand zum Gebäude hat. Die Politik will dafür sorgen, dass die Verwaltung einen klar verständlichen Leitfaden für die Bürger erstellt und in einem Jahr schauen, wie die Zahlen aussehen.

Initiative geht von der CDU aus

Die Initiative für eine bürgerfreundlichere Lösung geht von der CDU aus. Zusammen mit der FWI gab es 2015 den erfolglosen Versuch, die Satzung abzuschaffen. Dafür hatte auch die Linke votiert, das war aber mit der damaligen Ampelkoalition nicht zu machen. Jetzt geht es darum, eine möglichst einvernehmliche Lösung in der Politik hinzukriegen. Umweltausschusschefin Notburga Henke (Grüne) rechnet damit, dass das Thema in dieser Sitzungsrunde entschieden werden kann. Der Umweltausschuss tagt am 26. Juni.

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