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Aktionstag am Samstag

Gesucht: Das älteste kaputte Castrop-Rauxeler Radio

CASTROP-RAUXEL Das Team des Repair-Café sucht das älteste kaputte Radio in Castrop-Rauxel - am Samstag, 14. Oktober, sollen diese repariert werden. Neben dem normalen Termin des Repair-Cafés von 10 bis 12 Uhr gibt es einen besonderen Aktionstag "Rund ums Radio" von 12 bis 14 Uhr. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

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Altes Röhrenradio, gehört zu Repair-Cafe

Das Team des Repair-Cafés umfasst aktuell 23 Leute, mit diesen fünfen hat unsere Zeitung gesprochen: (v.l.) Jörg Haase, Margret Haase, Günter Richter, Gabriele Starmann und Christian Ulbrich

Der zweite Samstag im Monat gehört dem Repair-Café. Fast immer. Im Wechsel geht es für das Team ins Maximilian-Kolbe-Haus nach Henrichenburg oder ins evangelische Gemeindehaus an der Luisenstraße in Dorf Rauxel. Diese Woche ist wieder mal der Alte Kirchplatz in Henrichenburg an der Reihe. Und es gibt etwas Besonderes. 

Was ist das Besondere am kommenden Samstag?

Das Repair-Café beteiligt sich an der Internationalen Repair-Café-Woche. Deshalb gibt es gleich zwei Termine. Von 10 bis 12 Uhr können Menschen kommen, die gemeinsam mit den Experten ihre defekten Dinge reparieren möchten.

Egal, ob es sich um eine Nähmaschine, um defekte Haushaltsgeräte, PCs oder Uhren handelt. Dafür ist wie gehabt keine Anmeldung notwendig. Im Anschluss steht von 12 bis 14 Uhr der Aktionstag „Rund um das Radio“ auf dem Plan. Der gehört zu dieser Internationalen Repair-Café-Woche.

Worum geht es da genau?

Zu dem Termin können die Castrop-Rauxeler ihre defekten Röhrenradios, Kofferradios, Autoradios und Küchenradios mitbringen. Wer noch alte Radioröhren im Keller oder auf dem Dachboden hat, kann sie auch mitbringen und auf ihre Funktionstüchtigkeit hin testen lassen.

„Das Prinzip bei uns ist immer gleich“, sagt Günter Richter, Organisator des Repair-Cafés in unserer Stadt: „In fröhlicher Runde gemeinsam reparieren.“ Gegen einen kleinen Obolus gibt es auch Kaffee und Kuchen. Das erste Repair-Café wurde vor acht Jahren in Amsterdam gegründet.

Szenen vom Repair-Café in Ickern

Was kann man hier noch retten? Die Reparierer fanden viele Wege.
Im Kulturzentrum Agora findet das Repair-Cafe statt.
Was haben Sie denn dabei? Was soll repariert werden? Eine Szene aus dem  Annahmebereich.
Karl Glowsky war zum ersten Mal dabei. Er schliff Scheren und Messer. Der Trick, den er verriet: Die Messer müssen immer im feuchten Zustand behandelt werden - auch wenn dabei Schmutz entsteht.
So funktioniert das. Darauf müssen Sie achten. - Beim Repair-Café gab es nebenbei einiges zu lernen.
Zwischen Lötkolben und offenen Gehäusen gab es auch Zeit für Fachgespräche und Erklärungen.
Was? Wer? Wie? Warum? Wie läuft das ab? Antworten erhielten die Menschen, die etwas mitbrachten, auf diesem Zettel.
Behutsam vorgehen - das ist die wichtigste Regel für diejenigen, die reparierten.
Noch so ein altes Schätzchen, das wieder laufen soll: ein Tonbandgerät
Horst Tyczkowski repariert eine alte Uhr.
Wer reparieren will, braucht was? Richtig: Jede Menge Werkzeug.
Die Nachfrage war groß. Viele Castrop-Rauxeler kamen zum Repair-Café nach Ickern.
Kann diese Nähmaschine bald wieder nähen? Oswald Wick arbeitete daran.

Welche Idee steckt dahinter?

Einen bewussten Gegenpunkt zur Wegwerfgesellschaft zu setzen, ist die Hauptintention. Was repariert werden kann, sollte auch repariert werden. Natürlich geht es auch darum, Rohstoffe zu sparen, letztlich die Umwelt zu schonen. In Castrop-Rauxel war es Meinolf Finke vom Arbeitskreis Bürgerfreundliche Altstadt, der das Repair-Café vor vier Jahren an den Start brachte. Inzwischen gibt es jede Menge Repair-Cafés. Die Idee, eigentlich eine Selbstverständlichkeit, hat sich durchgesetzt.

Die Experten bieten ihre Hilfe ehrenamtlich an. Was ist ihr Antrieb?

„Wir sind eine super Gemeinschaft“, sagt Jörg Haase, Lehrer und gelernter Radio- und Fernsehtechniker. Und ein bisschen sei das Repair- Café auch eine Vorbereitung für die Zeit nach dem Job, für eine sinnerfüllte und verantwortungsbewusste Freizeitgestaltung. Übrigens stecken die meisten der 23 Leute, die zum Team gehören, selbst noch im Berufsleben.

Es ist auch schon passiert, dass jemand Plätzchen gebacken und vorbei gebracht hat. Als Dank für die reparierte Küchenmaschine. „Und wir haben schon Leute weinen sehen, weil wir ihnen helfen konnten,“ sagt Margret Haase. Das stimme einen schon ein bisschen nachdenklich.

CASTROP-RAUXEL "Reparieren statt Wegwerfen" – die Idee zieht Kreise. Und wird nun sogar preiswürdig. Das grüne Licht des Umweltausschusses steht zwar noch aus, gilt aber als Formsache: Der erste Platz beim Umwelt(schutz)preis 2015 von Stadt Castrop-Rauxel und RWE geht an das Repair-Café von Meinolf Finke und seinen Mitstreitern. Der erste Platz wird mit 1000 Euro belohnt.mehr...

Gibt es Grundregeln, die zu beachten sind?

Ja, auf jeden Fall. Die Geräte sollten sauber sein. In einem Staubsauger etwa darf kein voller Beutel stecken. „Wir haben da schon die dollsten Dinge erlebt“, erklärt Christian Ulbrich, gelernter Starkstromelektriker, der viele Jahre als Werksfeuerwehrmann unterwegs war. Fürs Kofferradio etwa sollte das Netzkabel mitgebracht werden. Zur Elektronik gehört die Fernsteuerung und wenn möglich die Beschreibung. Eine Reparaturgarantie, sagt Günter Richter, gibt es nicht.

Wie sieht es bei der Altersstruktur des Publikums aus?

Zu 60 Prozent kommen ältere Menschen, 40- und 30-jährige auch, 20-Jährige eher selten. Es sei denn als Begleitung der Oma, sagt Günter Richter.

Preis für ältestes Radio


„Rund ums Radio“

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Altes Röhrenradio, gehört zu Repair-Cafe

Das Team des Repair-Cafés umfasst aktuell 23 Leute, mit diesen fünfen hat unsere Zeitung gesprochen: (v.l.) Jörg Haase, Margret Haase, Günter Richter, Gabriele Starmann und Christian Ulbrich

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