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Abschied nach sechs Jahren

Handball-Coach Gerald Raasch: "Die HSG ist ein Wohlfühl-Verein"

CASTROP-RAUXEL Nach sechs Jahren in der ASG-Sporthalle ist Gerald Raasch als Trainer der Bezirksliga-Handballer der HSG Rauxel-Schwerin zurückgetreten. Am vergangenen Sonntag saß er bei der Partie der HSG bei Westfalia Hörde (28:31) letztmals auf der Bank der Rauxel-Schweriner. Im Interview spricht der Übungsleiter über die Etappen seiner Zeit an der Schillerstraße.

Handball-Coach Gerald Raasch: "Die HSG ist ein Wohlfühl-Verein"

<p>HSG-Coach Gerald Raasch will sich frühzeitig vom Thema "Abstieg" verabschieden. <p></p> Engel</p>

Herr Raasch, welche schönen Erinnerungen sind Ihnen aus Ihrer Zeit bei der HSG im Gedächtnis haften geblieben?

Auf jeden Fall, dass ich hier bei meiner Ankunft vor sechs Jahren viele nette Spieler angetroffen habe und ein Umfeld, in dem ich in Ruhe arbeiten konnte. Spaß und Ernsthaftigkeit waren hier sehr ausgewogen. Haften geblieben ist auch, dass die jungen Spieler trotz des nahen Wochenendes freitags zum Training gekommen sind – und von ihren Mädels dann direkt abgeholt wurden.

Welche nicht so schönen Aspekte hatte Ihre Arbeit in der ASG-Sporthalle?

Wahrscheinlich, dass ich einen anderen Anspruch an das Projekt über die gesamten Jahre hatte. Die Trainingsbeteiligung war nicht immer optimal. Wenn ich noch konstanter hätte arbeiten können, wäre da noch mehr drin gewesen. Ich muss aber auch sagen, dass ich durch meine Doppelbelastung (Raasch ist auch Abteilungsleiter beim TuS Bommern, Anm.d.Red.) nicht noch mehr Zeit etwa für die Spielbeobachtung der Gegner investiert habe.

CASTROP-RAUXEL Die Bezirksliga-Handballer der HSG Rauxel-Schwerin werden mit einem neuen Trainer in die Saison 2015/16 gehen. Wie der Vorstand jetzt bekanntgab, wird Gerald Raasch sein Amt nach dem letzten Spieltag der laufenden Saison niederlegen. Sportliche Gründe hat der Rückzug nicht. Sein Nachfolger wird Stephan Speckbacher.mehr...

Was würden Sie sagen? Wie sieht der Raasch-Stempel aus, den die Mannschaft der HSG Rauxel-Schwerin geprägt hat?

Das ist schwer zu beantworten. Das Problem ist, dass sich im Laufe der Zeit leider das Gesicht der Mannschaft gleich mehrfach gewandelt hat. So ist unser Kapitän und gelernter Linksaußen Björn Wieser auf seine alten Tage von 33 Jahren jetzt mit einem neuen Job auch noch Rückraum-Spieler in der Mitte geworden. Ich würde sagen, dass diese Mannschaft anfangs ihre neue offensive 3-2-1-Deckung ausgemacht hat. Das hat jeden Gegner genervt. Allerdings stand uns irgendwann die Spitze in diesem Verband, Felix Zimmer, nicht mehr zur Verfügung.

Welche Deckungsvariante haben Sie danach gewählt?

Ich wollte dann gerne einen robusten 6:0-Verband aufbauen. Allerdings konnte ich auch da mit der Zeit nicht mehr mit den spieltragenden und baumlangen Personen planen: Patrick Schulte stand wegen Knieproblemen nicht zur Verfügung. Und Johannes Hense war durch seine Auslandsaufenthalte nur zu selten greifbar. Das ist Gift für unseren Sport.

Was meinen Sie damit? „Gift für unseren Sport“?

Es ist heutzutage die Regel, dass junge Leute nach dem Abitur vor oder auch für das Studium für ein Jahr oder länger raus in die Welt gehen. Es kommt nur noch sehr selten vor, dass ein Spieler die Jugend durchläuft und danach auch noch zwölf Jahre im Senioren-Bereich am Stück macht.

CASTROP-RAUXEL Der TuS Ickern hat die Saison in der Handball-Landesliga auf Platz sieben beendet. Im letzten Spiel am Samstagabend verlor die Utech-Sieben gegen den Dritten FC Schalke 04 deutlich mit 21:35 (11:17). Die HSG Rauxel-Schwerin verlor nur knapp das letzte Spiel der Saison.mehr...

Bei Ihrem Abschiedsspiel in Hörde hat Sie noch einmal die HSG-Fangruppe, die „Rauxeler Jungs“ gefeiert?

Ja, die sind einfach klasse. Die Jungs haben mich aus dem Bett geklingelt und hatten einen tollen Tag. So viel Idealismus, wie unsere Fans mitbringen, findet man nirgends. Die haben ja sogar ein richtiges Merchandising auf die Beine gestellt – mit Aufklebern, Fanschals, Kappen und noch viel mehr.

Die HSG ist für Sie also ein Wohlfühl-Verein?

Auf jeden Fall. Toll ist es zum Beispiel auch, dass nicht nur in Pascal Meyer der A-Jugend-Trainer aus meiner Mannschaft stammt. Da sind noch andere Spieler, die die Kleineren trainieren. Dadurch sind sie für den Nachwuchs die „Helden zum Anfassen“.

Wird man Sie künftig auch in der ASG-Halle sehen?

Bestimmt, Schießlich will ich ja sehen, wie sich alles weiterentwickelt. Bestimmt werde ich ab und an freitags beim Training vorbeischauen.

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