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Harmonie statt Triumph

CASTROP Das Requiem von Gabriel Fauré stand am Sonntag im Mittelpunkt eines Konzertes, das der Obercastroper Kirchenchor St. Elisabeth unter der Leitung von Klemens Koerner in der Lambertuskirche gab.

Harmonie statt Triumph

Kontrastreich war das Konzert besonders im „Libera me“, als Solist, Chor und Trompeten sich abwechselten.

Die etwa 50 Sängerinnen und Sänger wurden dabei von Mitgliedern der Bochumer Symphoniker sowie Vokalsolisten unterstützt. Den Abend leitete das Orchester mit der „Pavane“ op. 50 Faurés ein.

Bei diesem Instrumentalstück konnten die Konzertbesucher in der vollbesetzten Lambertuskirche einen ersten Eindruck von Faurés Musik gewinnen: Nicht das Triumphale und Laute, sondern Harmonie und Schwerelosigkeit sind Eigenschaften seiner Werke.

Nun bekam der Chor die Aufmerksamkeit

Nach diesem wundervollen Auftakt des professionellen Ensembles zog der Chor mit der Messe A-Dur Cesar Francks die Aufmerksamkeit auf sich. Nun wurde deutlich, wie gut Koerner und sein Chor die Stücke für das Konzert gewählt hatten: Denn nicht nur Faurés, auch Francks Stücke überraschten mit ungewohnter Leichtigkeit und Ruhe.

Bei dem Psalm 150, der in die Messe Francks eingebettet war und in französischer Sprache vorgetragen wurde, verblüffte besonders die Mischung aus strahlenden Höhen des Soprans und starker, fast bedrohlicher Tiefe der Bässe.

Prömper und Thum: weitere Solisten

Weiter ging es mit dem bekannten „Panis angelicus“, das Eugen Prömper, Tenorsolist aus den Reihen des Chores, überzeugend vortrug. Den Schluss der Messe, das „Agnus Dei“, schmückten besonders die Stimmen der Solisten: Neben Prömper bekam das Publikum nun auch Chormitglied Regine Thum (Sopran) und den Musikstudenten Michael Dahmen (Bariton) zu hören.

„Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen.“ So beginnt Faurés Requiem, der Höhepunkt des Abends. Wo es bei vielen Komponisten im Requiem um Ängste, Ungewissheit und Ehrfurcht geht, setzt Fauré in seinem Werk deutlich Akzente auf Hoffnung, Zuversicht und Vorfreude.

Anspruchsvolle Passagen leicht gemeistert

Der Chor wusste Faurés Vorstellungen allzeit umzusetzen und behielt auch in anspruchsvollsten Passagen seinen Glanz und seine Leichtigkeit. Solist Michael Dahmen beeindruckte vor allem im „Libera me“ mit warmer, voller Stimme und spielerischem Ausdruck.

Im Wechsel mit dem Chor und den Einwürfen der Trompeten erfuhr dieser Teil der Totenmesse einen außergewöhnlichen Kontrast. Mit dem „In Paradisum“ erfuhr das Requiem einen gebührenden Abschluss: eine verspielte Melodie der Orgel und engelsgleiche Sopranstimmen machten Faurés Traum von Erlösung verständlich.

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