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Flucht aus dem Meisenhof

Hatte der JVA-Häftling ein Messer dabei?

Castrop-Rauxel Ein Häftling aus der JVA Meisenhof auf der Flucht, zwei Beamte rennen hinterher und versuchen, ihn einzuholen. Doch hatte er ein Messer dabei? Das wollte das Amtsgericht am Dienstag klären.

Hatte der JVA-Häftling ein Messer dabei?

Ungewöhnlicher Prozess am Amtsgericht: Der Angeklagte wollte gar nicht in den offenen Vollzug. Flüchtete und katapultierte sich damit direkt wieder in den geschlossenen Vollzug. Foto: Foto: Tobias Weckenbrock

Hatte der flüchtende JVA-Häftling am 2. März 2017 ein Messer dabei oder nicht? Das war die alles entscheidende Frage am zweiten Verhandlungstag vor dem Amtsgericht. In der Hauptverhandlung hatte der 39-jährige Angeklagte ausgesagt, gegen seinen Willen in den offenen Vollzug der JVA Meisenhof verlegt worden zu sein (s. Bericht v. 7. März). Dort sei ihm die Gefahr eines Rückfalls in die Betäubungsmittelabhängigkeit zu groß erschienen.

Sechs Tage in Freiheit

Mit seiner Flucht am zweiten Tag des Aufenthalts katapultierte er sich selbst zurück in den geschlossenen Vollzug. Dazwischen lagen fast sechs Tage in Freiheit. Denn obwohl die Flucht abends gegen 21.45 Uhr auffiel, der Angeklagte von zwei JVA-Beamten verfolgt wurde, gelang es ihm, zu entwischen. Schuld daran war nicht die fehlende Kondition der Beamten, sondern die Tatsache, dass der Flüchtende ein Messer bei sich trug. So stand es zumindest in der Aussage, die der 26-jährige Beamte bei der Polizei gemacht hatte.

„Woher soll ich denn ein Messer gehabt haben“, hatte der 39-jährige gefragt. „Da kommt man im offenen Vollzug schnell dran“, erklärte der Zeuge. Während sein älterer Kollege bei der Verfolgung auf der Lerchenstraße zurückfiel, war der 26-Jährige dem Fliehenden dicht auf den Fersen. Forderte ihn auf, stehen zu bleiben. Das tat der Gefangene auch, drehte sich um und hatte einen „metallischen Gegenstand“ in der Hand. So beschrieb der Beamte die Situation mit einem Jahr Abstand. „Ich habe es für ein Messer gehalten, kann das aber nicht zu 100 Prozent sagen.“ Aus Sicherheitsgründen habe er die Verfolgung abgebrochen.

Angeklagter sitzt in Untersuchungshaft

Nach der Festnahme ein paar Tage später ging es zurück in den geschlossenen Vollzug nach Gelsenkirchen. Auch derzeit sitzt der 39-Jährige wieder. In Untersuchungshaft wartet er auf ein Verfahren in Dortmund. Und weil das mit ziemlicher Sicherheit mit einer Verurteilung enden wird, stellte der Richter nach Übereinstimmung mit der Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Geringfügigkeit ein.

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